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2 Artikel der Kategorie "Staat: Taiwan"

Dienstag, 05. Dezember 2006

"Taiwan has to be patient."

Bei all den Geplänkeln mit den diversen Despoten der arabischen Welt und ihren terroristischen Handlangern wird gern übersehen, wo die Musik in diesem Jahrhundert wirklich spielen wird. Und wenn man sieht, wie die Realpolitiker schon vor irgendwelchen dahergelaufenen Wüstensöhnen im Staub kriechen, darf angesichts des übermächtigen China für die Zukunft des kleinen Taiwan das schlimmste befürchtet werden.

Denn wer die Zukunft des Irak oder des Libanon in die Hände ihrer syrischen und iranischen Hauptfeinde gelegt sehen will, wird bei einer abtrünnigen Provinz weit weg in den unendlichen Weiten des Pazifik erst recht vor den Ansprüchen des offiziellen Eigentümers kuschen. Um so mehr ist es zu würdigen, daß es wenigstens noch ein paar Stimmen gibt, die die Menschen in Taiwan nicht auf dem Altar des sogenannten Realismus geopfert sehen wollen:

Es ist eine Schande, dass sich die Europäer (die selbsternannten Verfechter der Menschenrechte in der Welt) noch immer an das blödsinnige "Ein-China-Prinzip" klammern. Es ist wahnwitzig, eine Vereinigung zwischen dem demokratischen Taiwan und dem autoritär regierten China zu fordern. Und das nur weil man dadurch mit den Kommunisten bessere Geschäfte machen kann. Wenn die EU noch ein bisschen Würde hätte, dann sollte sie endlich den Taiwanern ihr legitimes Selbstbestimmungsrecht zugestehen und die taiwanische Demokratie gegen ihre kommunistischen Gegner verteidigen.

Montag, 07. Februar 2005

Deutsch-Amerikanische Differenzen: Rice beharrt auf Waffenembargo gegen China

SPIEGEL online

Kaum hat sie Berlin verlassen, erklärt Condoleezza Rice, in welchem Feld der nächste Konfliktherd mit der deutschen Regierung gärt: China. Die US-Außenministerin warnte davor, das Waffenembargo gegen die Volksrepublik China aufzuheben. Kanzler Schröder gehört in Europa zu den vehementesten Befürwortern für ein Ende des Embargos.

Als Lenin den Genossen Radek einmal mit dem Hinweis beruhigte, daß ihnen die Kapitalisten noch den Strick verkaufen würden, mit denen man sie eines Tages aufknüpfen würde, hat er vermutlich an Leute wie Gerhard Schröder gedacht.

Von moralischen Erwägungen unberührt, merkt er nicht mal, wie verabscheuungswürdig es wäre, der kommunistischen Diktatur in China auch noch die Waffen zu liefern, mit der diese dann wie bereits angekündigt die kleine Demokratie Taiwan angreifen kann.

Da die USA anders als Deutschland ihre Bündnisverpflichtungen kennen und Taiwan in so einem Fall helfen würden, könnte es durchaus sein, daß deutsche Waffen eines Tages wieder amerikanische Soldaten töten.

Daß man mit Schröder überhaupt noch darüber diskutieren muß, auf welcher Seite man im Konflikt zwischen Taiwan und China zu stehen hat, das ist der Offenbarungseid einer Regierung, die einst für eine moralischere Außenpolitik angetreten war.

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