"Taiwan has to be patient."
Bei all den Geplänkeln mit den diversen Despoten der arabischen Welt und ihren terroristischen Handlangern wird gern übersehen, wo die Musik in diesem Jahrhundert wirklich spielen wird. Und wenn man sieht, wie die Realpolitiker schon vor irgendwelchen dahergelaufenen Wüstensöhnen im Staub kriechen, darf angesichts des übermächtigen China für die Zukunft des kleinen Taiwan das schlimmste befürchtet werden.
Denn wer die Zukunft des Irak oder des Libanon in die Hände ihrer syrischen und iranischen Hauptfeinde gelegt sehen will, wird bei einer abtrünnigen Provinz weit weg in den unendlichen Weiten des Pazifik erst recht vor den Ansprüchen des offiziellen Eigentümers kuschen. Um so mehr ist es zu würdigen, daß es wenigstens noch ein paar Stimmen gibt, die die Menschen in Taiwan nicht auf dem Altar des sogenannten Realismus geopfert sehen wollen:
Es ist eine Schande, dass sich die Europäer (die selbsternannten Verfechter der Menschenrechte in der Welt) noch immer an das blödsinnige "Ein-China-Prinzip" klammern. Es ist wahnwitzig, eine Vereinigung zwischen dem demokratischen Taiwan und dem autoritär regierten China zu fordern. Und das nur weil man dadurch mit den Kommunisten bessere Geschäfte machen kann. Wenn die EU noch ein bisschen Würde hätte, dann sollte sie endlich den Taiwanern ihr legitimes Selbstbestimmungsrecht zugestehen und die taiwanische Demokratie gegen ihre kommunistischen Gegner verteidigen.

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