Flüchtlingsansturm: Spanische Soldaten sollen Exklaven sichern
Die Szenen glichen einem Sturm auf die Festung Europa. Hunderte Afrikaner versuchten in der Nacht abermals von Marokko auf das spanische Territorium der Exklave Ceuta zu gelangen. Die überforderte spanische Polizei soll zwei Menschen mit Gummigeschossen getötet haben.
[...] Verteidigungsminister José Bono sagte auf einer Pressekonferenz in Madrid, Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero habe ihn um die Entsendung von Soldaten gebeten. "Ich habe die Anordnung erhalten, die Küstenwache in Ceuta und Melilla mit Truppen zu verstärken", sagte er. Wie groß das Kontingent sein wird, konnte er noch nicht sagen.
Die Auffanglager in den Exklaven sind inzwischen total überlastet, weil bei jedem Ansturm hunderten Menschen die Überwindung der Grenze gelingt. Mit selbstgebauten Leitern erklimmen sie die Zäune, um auf der anderen Seite hinunterzuspringen. Die Flüchtlinge kommen aus Ländern südlich der Sahara und wollen über die Exklaven nach Europa gelangen, um der Armut und dem Elend in ihrer Heimat zu entkommen.
Na, da kann es ja nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich die UNO unter Führung des arabischen Blocks mit überwältigender Mehrheit zu einer vorbehaltlosen Verurteilung Spaniens durchringt. Dabei geht es nicht nur um die vordergründige Verteidigung marokkanischer Interessen, nein, für jeden Neger, den man so medienwirksam vor der spanischen Soldateska rettet, kann man nämlich hunderte von ihnen weiter ungestört in Darfur massakrieren und sich trotzdem als Sachwalter afrikanischer Interessen aufspielen, selbst wenn man die Gebiete südlich der Sahara im wesentlichen als einen riesigen, nur von Untermenschen besiedelten Sklavenmarkt ansieht.
Doch auch die Organisatoren von Stop The Wall dürften jetzt zusätzliches Personal einstellen müssen, um der eskalierenden Situation in ihrem neuen Aufgabengebiet Herr zu werden. Und die Medien überschlagen sich in den nächsten Tagen bestimmt mit Vorschlägen, wie man dem spanischen Militarismus und Rassismus am besten begegnet. Dann folgen die obligatorischen "Kauft keine spanischen Orangen!"-Plakate, spanische Hochschulprofessoren verlieren ihren Job in England, die Deutschen boykottieren Mallorca, die Franzosen fordern die Anerkennung der ETA als legitimer spanischer Widerstandorganisation, während die europäische Bevölkerung die Regierung Zapatero in einer Umfrage mehrheitlich als größte Bedrohung des Weltfriedens betrachtet.
Sollte aber all das überraschenderweise nicht geschehen, wissen wir zumindest, wie die israelische Regierung Kritik am Anti-Terror-Zaun in Zukunft umgehen kann. Sie müssen einfach den Kampf gegen den Terrorismus offiziell einstellen und sich statt dessen auf die Abwehr palästinensischer Wirtschaftsflüchtlinge konzentrieren. Denn auch wenn das Ausgrenzen von Leuten, die ins Land kommen, um jüdische Zivilisten abzuschlachten, von aufgeklärten Mitmenschen im Abendland als unverhältnismäßig abgelehnt wird, so hat doch jeder gute Europäer Verständnis, wenn man Schutzwälle gegen Armutsflüchtlinge aufschüttet, und zwar je dunkelhäutiger, desto besser.
Überhaupt würde sich die Behandlung Israels in der Welt schlagartig ändern, wenn es den europäischen Standpunkt übernehmen würde. Von der spanischen Regierung gäbe es beispielsweise endlich anerkennendes Schulterklopfen statt beißender Kritik, weil die israelische Armee nicht mehr auf bewaffnete Terroristen, sondern nur noch auf verzweifelte Migranten schießen würde. Und die Grenzstreitigkeiten mit den Palästinensern wären auch sofort gelöst, denn eine EU, die die nur durch einen brutalen klassischen Imperialismus legitimierten spanischen Kolonien in Nordafrika gerechtfertigt findet, wird mit einer israelischen Herrschaft über Judäa und Samaria erst recht keine Probleme mehr haben.

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