Bin Laden und die Srebrenica-Lüge
Wir dürfen nicht vergessen, dass bin Ladin seit 1992 in Bosnien war, wo er mehr als drei «afghanische» Camps organisierte. Er erhielt die bosnische Staatsbürgerschaft als Verdienst für seinen Krieg. Er war 1998 in Kosovo. Die CIA wusste das. Verdeckt all dies noch etwas anderes? Andere Militärbasen, Öl, Pipelines, zentralasiatische Hegemonie? Andere Kriegsspiele? Eines ist sicher, wir haben einen weiteren öffentlichen Feind erhalten, den dritten in etwas mehr als zehn Jahren.
Geil! Man muß auf der Suche nach kranken Verschwörungstheorien ja gar nicht mehr das komplette Internet oder auch nur die üblichen Verdächtigen absuchen - das Politblog nimmt einem diese zeitaufwendige Arbeit ab und trägt das beste aus der Welt des gepflegten Wahnsinns in einem Tempo zusammen, daß man kaum noch dazu kommt, über was anderes zu schreiben.
Eigentlich muß man nur noch einmal die Zielkoordinaten einprogrammieren und dann von Zeit zu Zeit einfach auf Verdacht feuern, das trifft immer den richtigen, denn die neuen Ziele laufen auf unerklärliche Weise andauernd brav ganz von selbst aufs Feld. So wie hier. Und ich dachte mir schon, jetzt kann ihnen doch allmählich wirklich nichts mehr einfallen. Von wegen!
Einer geht offenbar immer noch. Denn stimmt, Bosnien hatten wir noch nicht. Nachdem rechte Blogs und diverse nationalbolschewistische Postillen bereits vor längerem die serbische Propaganda nachgeplappert hatten, überrascht es nicht, daß jetzt auch die Genossen vom Politblog in das Loblied der Verteidigung des jugoslawischen Selbstvernichtungssozialismus einstimmen.
Letztlich war das nur eine Frage der Zeit, weswegen das Politblog dann wohl auch auf Zeit-Fragen zurückgriff, ein wahrlich anerkanntes Fachblatt für Verschwörungsangelegenheiten aller Art. Da wird man sich besonders über den ausdrücklichen Dank von links freuen, denn allen Querfrontbemühungen zum Trotz ist Beifall von dieser Seite noch nicht selbstverständlich.
Denn Zeit-Fragen ist nicht nur, wie selbst Politblog-Freund Marcel Bartels seinerzeit kleinlaut einräumen mußte, ein Produkt aus dem Umfeld der fragwürdigen Psychosekte VPM (was man ja zur Not noch unter "religiöse Irrungen und Wirrungen" abbuchen könnte), sondern wird auch allgemein und wohl nicht zu Unrecht dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet.
Da ist es dann fast schon Kinderkram, daß dieser Politblog-Artikel sich stellenweise wie der Aufguß eines alten PI-Textes aus dem letzten Jahr liest, der den Bosnienkrieg ebenfalls im wesentlichen als das Ergebnis moslemisch gesteuerter PR-Kampagnen darstellte. Nur den Hinweis auf die Rolle der "jüdischen Organisationen" hat man sich verkniffen. Bei PI, nicht hier.

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