Mein Foto

Letzte Kommentare

Letzte Einträge

Februar 2008

Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29    

Archiv (Typepad)

Kategorien

Powered by TypePad
Mitglied seit 01/2005

4 Artikel der Kategorie "Staat: Serbien"

Mittwoch, 06. Juni 2007

Bin Laden und die Srebrenica-Lüge

Wir dürfen nicht vergessen, dass bin Ladin seit 1992 in Bosnien war, wo er mehr als drei «afghanische» Camps organisierte. Er erhielt die bosnische Staatsbürgerschaft als Verdienst für seinen Krieg. Er war 1998 in Kosovo. Die CIA wusste das. Verdeckt all dies noch etwas anderes? Andere Militärbasen, Öl, Pipelines, zentralasiatische Hegemonie? Andere Kriegsspiele? Eines ist sicher, wir haben einen weiteren öffentlichen Feind erhalten, den dritten in etwas mehr als zehn Jahren.

Geil! Man muß auf der Suche nach kranken Verschwörungstheorien ja gar nicht mehr das komplette Internet oder auch nur die üblichen Verdächtigen absuchen - das Politblog nimmt einem diese zeitaufwendige Arbeit ab und trägt das beste aus der Welt des gepflegten Wahnsinns in einem Tempo zusammen, daß man kaum noch dazu kommt, über was anderes zu schreiben.

Eigentlich muß man nur noch einmal die Zielkoordinaten einprogrammieren und dann von Zeit zu Zeit einfach auf Verdacht feuern, das trifft immer den richtigen, denn die neuen Ziele laufen auf unerklärliche Weise andauernd brav ganz von selbst aufs Feld. So wie hier. Und ich dachte mir schon, jetzt kann ihnen doch allmählich wirklich nichts mehr einfallen. Von wegen!

Einer geht offenbar immer noch. Denn stimmt, Bosnien hatten wir noch nicht. Nachdem rechte Blogs und diverse nationalbolschewistische Postillen bereits vor längerem die serbische Propaganda nachgeplappert hatten, überrascht es nicht, daß jetzt auch die Genossen vom Politblog in das Loblied der Verteidigung des jugoslawischen Selbstvernichtungssozialismus einstimmen.

Letztlich war das nur eine Frage der Zeit, weswegen das Politblog dann wohl auch auf Zeit-Fragen zurückgriff, ein wahrlich anerkanntes Fachblatt für Verschwörungsangelegenheiten aller Art. Da wird man sich besonders über den ausdrücklichen Dank von links freuen, denn allen Querfrontbemühungen zum Trotz ist Beifall von dieser Seite noch nicht selbstverständlich.

Denn Zeit-Fragen ist nicht nur, wie selbst Politblog-Freund Marcel Bartels seinerzeit kleinlaut einräumen mußte, ein Produkt aus dem Umfeld der fragwürdigen Psychosekte VPM (was man ja zur Not noch unter "religiöse Irrungen und Wirrungen" abbuchen könnte), sondern wird auch allgemein und wohl nicht zu Unrecht dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet.

Da ist es dann fast schon Kinderkram, daß dieser Politblog-Artikel sich stellenweise wie der Aufguß eines alten PI-Textes aus dem letzten Jahr liest, der den Bosnienkrieg ebenfalls im wesentlichen als das Ergebnis moslemisch gesteuerter PR-Kampagnen darstellte. Nur den Hinweis auf die Rolle der "jüdischen Organisationen"  hat man sich verkniffen. Bei PI, nicht hier.

Montag, 13. März 2006

Toter Ex-Diktator: Milosevic soll selbst schädliche Medizin genommen haben

SPIEGEL online

And the Darwin Award 2006 goes to...

Der vor zwei Tagen gestorbene Slobodan Milosevic hat nach Angaben von Medizinern absichtlich falsche Medikamente eingenommen. Damit habe der frühere jugoslawische Diktator erreichen wollen, zur Behandlung nach Russland reisen zu dürfen.

Donnerstag, 23. Februar 2006

Jagd auf Radko Mladic: Der General im Labyrinth

SPIEGEL online

"Schießt nur auf Menschenfleisch", soll der "Schlächter vom Balkan" beim Sturm auf Srebrenica befohlen haben. Nun steht der serbische mutmaßliche Kriegsverbrecher Mladic kurz vor der Auslieferung an den Haager Gerichtshof.

Er trage immer eine Giftpille bei sich, hatte der bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladic stets seinen Verfolgern gedroht. Lebend werde er jedenfalls nicht gefasst werden.

Was bitte schön ist denn daran eine Drohung, wenn sich der Mörder selbst zum Tod verurteilen und das Urteil sogar selber vollstrecken will? Solange er sie selber nehmen will, nur zu!

Via Vermittler soll Mladic dafür mehrere Millionen Dollar als Absicherung für seine Familie und jene Offiziere gefordert haben, die ihn zehn Jahre schützten; dazu Immunität für seine Helfer vor gerichtlicher Verfolgung sowie eine ehrenhafte Übergabe an das Tribunal.

Wie bitte? Die Millionen waren doch als Kopfgeld gedacht, nicht als Belohnung! Tickt der noch ganz richtig? Da soll er besser bei der Giftpille bleiben. Die ersten Ideen sind eben oft die besten.

Dienstag, 07. Juni 2005

Serben entsetzt über Kriegsverbrechen

Die Welt

Aus einem serbischen Militär-Lkw werden sechs ausgemergelte moslemische Zivilisten gezerrt. Die Gesichter von Schlägen geschwollen, die Hände am Rücken gefesselt. Die Soldaten mit serbischer Fahne und Wappen auf den Baskenmützen posieren für die Kamera. "Was zitterst du", schreit einer auf die Gefangenen ein. "Der hat sich in die Hose gemacht", sagt ein anderer Soldat. Die Kamera schwenkt auf die Gefangenen. Mehrere Schüsse treffen den ersten, er bricht bäuchlings auf dem Gras zusammen. Wie gelähmt stehen die anderen daneben. Weitere zwei Zivilisten werden durch Rückenschüsse exekutiert. "Die Batterie ist alle", flucht der Kameramann, "arbeitet ruhig weiter."

Seit Mittwoch wird das Video im serbischen Fernsehen wiederholt. Die serbischen Zuschauer sind fassungslos. Für sie bricht eine Welt zusammen. Der Mythos eines helden- und ehrenhaften Kampfes für das Serbentum zerspringt vor ihren Augen.

[...] Der serbische Präsident Boris Tadic zeigte sich bestürzt: "Daß die Verbrecher aus dem Video bis heute unter uns weilen, auf unseren Straßen spazierengehen, mit unseren Kindern spielen, vielleicht sogar an unseren Kiosken und in unseren Geschäften kaufen, darf nicht weiter geschehen."

[...] Vojislav Kostunica, der serbische Premier, beantragte die sofortige Verhaftung der auf dem Video zu sehenden Soldaten. Zehn der beteiligen "Skorpione" wurden noch am Donnerstag verhaftet.

[...] Seit Freitag berichten die Medien über weitere Verbrechen der "Skorpione" gegen die zivile Bevölkerung, diesmal im Kosovo. Als antiterroristische Spezialeinheit im Auftrag der serbischen Polizei exekutierten sie Ende März 1999 in Podujevo sechs kosovo-albanische Kinder, acht Frauen und fünf Männer. Selbst Slobodan Milosevic' Sozialisten (SPS) zeigten sich über die Verbrechen entsetzt und sprachen von einer "nationalen Schande". Und Serbiens Radikale Partei (RS) des ebenfalls in Den Haag einsitzenden vermeintlichen Kriegsverbrechers Vojislav Seselj ließ gestern verlauten: "Die Verbrechen sind unverzeihlich. Kriegsverbrechern muß unverzüglich der Prozeß gemacht werden."

Das muß man sich mal vorstellen: Da haben sie vor 10 Jahren einen Völkermord organisiert, durchgeführt und totgeschwiegen, und jetzt plötzlich sind alle ganz furchtbar betroffen. Ja, was glauben die denn, was ihre Väter, Brüder und Söhne gemacht haben, wenn sie übers Wochenende zum Abenteuerurlaub nach Bosnien gefahren sind? Essen auf Rädern ausgeliefert oder Gotcha gespielt? Hat da wirklich keiner seinen Angehörigen was gesagt?

Aber selbst wenn tatsächlich keiner der Täter was von seiner "Arbeit" vor Ort erzählt hätte, so fanden diese Verbrechen doch anders als früher nicht mehr unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, sondern vor den Augen westlicher Journalisten, Soldaten und Hilfsorganisationen. Berichte über Massenvergewaltigungen und Folterlager waren wahrlich kein Geheimwissen. Denkt man in Serbien tatsächlich, die Weltöffentlichkeit glaubt, daß es dort damals keine Satellitenschüsseln gegeben hat?

Und jetzt also Millionen erstaunt aufgerissene Münder und unschuldig blickende Augen. Das hat schon was gespenstisches, wie da eine ganze Generation bei Nacht und Nebel über den von ihr errichteten Friedhof irrt, und dann beim Heraufkriechen der Morgendämmerung voller Empörung und Abscheu feststellt, daß unter den Kreuzen ja Tote liegen. Eins steht jedenfalls fest: Der Begriff Heuchelei muß ab heute neu definiert werden.

Und jetzt die Werbung...

Kürzlich aktualisierte Weblogs

Wer nicht suchet, der findet

Sonstige Komplizen und Helfershelfer

Andere Marsch - flugkörper - diplomaten

Viel Feind, viel Ehr'

Geile Mucke