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4 Artikel der Kategorie "Staat: Kuba"

Dienstag, 19. Juni 2007

U? NO!

Der Menschenrechtsrat der Uno hat sich nach monatelangen Verhandlungen auf seine Arbeitsweise geeinigt. Kuba und Weißrussland gehören künftig zu den Ländern, deren Menschenrechtslage vorerst nicht mehr besonders überprüft wird. In beiden Staaten war das Mandat der Beobachter abgelaufen.

Soso, das Mandat war abgelaufen. Damit läuft dann auch das Mandat der Vereinten Nationen ab, stellvertretend für die Menschen auf diesem Planeten zu sprechen. Denn wenn die Weltorganisation offiziell nicht länger dafür zuständig ist, sich überall um deren Rechte zu kümmern, ist sie so überflüssig wie ein zweiter Kropf.

Es wird daher höchste Zeit, daß die USA aus der UNO austreten und ihr den Geldhahn zusperren. Denn je früher der Laden zusammenbricht, desto eher sind die für dieses Desaster Verantwortlichen gezwungen, nach einer sinnvolleren Alternative zu suchen. Und die soll dann verdammt noch mal endlich ihren Job machen!

Freitag, 22. September 2006

Iran’s Terror-cum-Intelligence Networks Thrown across Three Continents

DEBKAfile

Wenn sich der Block der sogenannten Blockfreien trifft, ist das meistens ein wahres Fest der antiwestlichen Propaganda. Doch bleibt es offenbar nicht immer nur bei Worten:

While the leaders of the Non-Aligned Movement nations were making speeches at the 14th conference of their movement in Havana in mid-September, three groups of intelligence experts were off in a well-guarded corner next door to talk about matters far from the conference’s main theme of how to develop backward economies and societies.

Iranian, Cuban and Venezuelan teams were putting their heads together on ways of translating their leaders' hostile rhetoric and slogans into effective war action against the United States.

Achmadinedschad, Castro und Chavez - was für ein Dreamteam! Gegen diese Ansammlung geballten Wahnsinns erscheint einem selbst ein Ghaddafi noch wie ein Ausbund an Rationalität. Naja, sagen wir fast. ;-)

[...] Interestingly, Iran’s Islamic revolutionary leaders have maintained warm ties of cooperation and mutual assistance with Castro’s Cuba since they came to power in Tehran in 1979. They admired his revolutionary zeal and consistent anti-US policies. Tehran also exploited Cuba’s economic straits to deepen its penetration of the country with a view to setting up an Iranian base in Cuba for its continental operations.

But the relationship suffered ups and downs, especially when Castro declined to give Iranian agents a free hand for subversion and espionage against the United States. In 2003, the Cuban ruler was furious when Iranian diplomats, without asking for permission, installed in their homes in a farm on the outskirts of Havana jamming equipment against television programs bounced from the United States through satellite to Iran. They were trying to stop Iranian opposition-backed television broadcasters in Los Angeles calling on Iranians to rise up against the Islamic regime. Castro made the Iranian diplomats evacuate the farm and remove their gear.

Also das ist ja mal wirklich cool: Da muß der Langzeitlieblingsfeind der USA höchstpersönlich eingreifen, um die verachteten Gringos vor den wirklich bösen Buben zu schützen. Der absolute Brüller! Wär bestimmt interessant zu erfahren, was John F. Kennedy dazu sagen würde.

[…] DEBKAfile’s Iranian sources report that Ahmadinejad also talked persuasively to Chavez about making a show of deploying a few Iranian-made 2,000-km range Shahab-3 missiles – first in Venezuela then in Cuba – as a menace to the United States.

Chavez has not given Tehran his answer. But both he and Castro will think twice about granting this request, for fear of crossing one line too many for the Bush administration to swallow. However, Iranian ambitions to harm American know no limits.

Da tun sie wahrlich gut daran, darüber zweimal nachzudenken. Der Iran ist allem Größenwahn Achmadinedschads zum trotz nicht die Sowjetunion, und die Amerikaner sind entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil nicht völlig blöd. Das Ergebnis iranischer Mittelstreckenraketen in der Karibik wäre keine neue Kubakrise, sondern ein zweites Grenada. Den Vorzeigeirren der Neuen Welt zu machen mag ja ganz lustig sein, aber selbst ein Clown wie Chavez sollte das Blatt nicht überreizen, wenn er vorhat, seine Landsleute noch ein Weilchen ungestört zu schikanieren.

The three-cornered meeting in Havana between the Ahmadinejad, Chavez and Raoul Castro at the beginning of the week reached a number of decisions in principle although they remain to be fleshed out with operational details. Castro was reluctant to make final decisions because he said his brother would soon be back at the helm.

They did agree that anything decided during the Iranian and Venezuelan presidents’ Caracas talks would be put before the Cuban ruler.

Das wäre schon traurig, wenn die Sicherheit der USA von der Vernunft eines notorischen Amerikahassers wie Fidel Castro abhängen sollte. Aber als alter Fahrensmann in Sachen Revolutionsexport und absoluter Profi, was das Überleben in einer feindseligen Umgebung angeht, kann er sich sicher ausrechnen, daß der Actionknaller "Schweinebucht reloaded" etwas anders ausgehen würde als Teil 1, und daß weitere Forsetzungen sich danach erübrigen dürften.

[…] Iran’s Islamic rulers believe they are in real danger of an American air attack on their nuclear installations some time in November or December this year. They are therefore pushing hard for new allies in Latin America, Africa and Arabia and points of vantage for hitting back at the United States and its centers of influence on three continents as an effective deterrent to an American attack.

Es ist mehr als bezeichnend, daß wenn selbst durchgedrehte Fanatiker wie die Mullahs die Möglichkeit eines amerikanischen Angriffs nicht ausschließen, ihre hiesigen Apologeten noch begeistert davon schwadronieren, daß die USA dazu gar nicht mehr in der Lage seien. Es ist eben immer wieder ein Quell der Freude zu sehen, wie die Führer ihre Gefolgschaft verhöhnen und die ihnen dafür noch glücklich applaudiert.

Mittwoch, 02. Februar 2005

Kuba: Castro warnt Bush vor einem Angriff

SPIEGEL online

Havanna - Fidel Castro warnt US-Präsident George W. Bush Kuba anzugreifen. "Wir sind in der Lage, unser Vaterland zu verteidigen", sagte Kubas starker Mann in einer Rede zum Auftakt eines internationalen Alphabetisierungskongresses in Havanna.

Das muß ein Virus sein. Anders läßt es sich kaum erklären, daß Diktatoren, die Krach mit den USA haben, irgendwann alle anfangen, weltfremde Geschichten über den unvermeidbaren Endsieg zu erzählen.

Bush solle sich keine Illusionen bezüglich Kubas machen, sagte der 78-jährige Staats- und Parteichef.

Der einzige, der sich da Illusionen macht, ist der gute Fidel selbst. Vor allem was die Bedeutung Kubas für die amerikanische Außenpolitik angeht. Ist für jemanden wie ihn wahrscheinlich einfach unerträglich, daß die Yankees um die halbe Welt fahren, um sich mit irgendwelchen Arabern zu prügeln, während sie ihn einfach im wahrsten Sinne des Wortes links liegen lassen und völlig gelangweilt auf die biologische Lösung des Problems warten. Sowas kratzt natürlich erheblich am Ego eines Machos der alten Schule.

Die USA könnten mit ihren Nuklearwaffen das kubanische Volk ausrotten, sie könnten es aber nicht beherrschen.

Klar, da muß er natürlich Angst haben. Denn so sind sie, die Schurken aus dem Norden: Rotten einfach ein Volk nach dem anderen mit ihren Atomwaffen aus, wenn sie sich langweilen. Kleiner Tip, Fidel: Das nennt man nicht ausrotten, sondern demokratisieren, und es heißt auch nicht Atomwaffen, sondern freie Wahlen. Solltest Du übrigens auch mal probieren.

"Wir ziehen es vor, im Himmel zu sterben als in der Hölle zu leben", sagte Castro wörtlich.

Also doch! Daher weht der Wind. Keiner will mehr mit Dir spielen. Bist mit Deinen rührenden Parolen über den Sozialismus und ähnlich altmodische Sachen mega-out. Wer sich in diesen Zeiten Gehör verschaffen will, muß Sachen sagen wie "Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod". Aber so einfach, das nur als "Wir ziehen es vor, im Himmel zu sterben als in der Hölle zu leben" zu kopieren, ist das nicht. Die keuschen Islamisten können zur Belohnung nämlich Jungfrauen im Dutzend-Six-Pack bieten. Auf einer Insel voller Latin Lover dürfte das aber eher schwierig werden...

Dienstag, 01. Februar 2005

Sanktionen gelockert: EU nimmt Beziehungen zu Kuba wieder auf

SPIEGEL online

Die Europäische Union hat die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu Kuba beschlossen. Sie reagierte damit auf die Freilassung von Dissidenten in dem Karibikstaat. Um die Regierung von Fidel Castro nicht weiter zu verärgern, wollen die EU-Länder künftig keine Oppositionellen mehr zu ihren Botschaftsempfängen einladen.

Wer jetzt schon glaubt, eben nicht richtig gelesen zu haben, sollte erst mal auf die Begründung warten:

[...] Diplomaten wiesen Kritik am Stopp dieser Einladungen zurück: Es sei im Interesse der Dissidenten, die Lage zu entspannen.

Mit anderen Worten: Es ist nur zu ihrem besten, wenn man die Unterdrückten zugunsten der Unterdrücker fallen läßt. Kuscheln und kuschen - das ist letztlich genau das, was man der Entspannungspolitik vorgeworfen hat, was ihre Anhänger aber immer entrüstet zurückgewiesen haben. Wie wir jetzt sehen, war die Kritik allerdings mehr als berechtigt.

Dabei ist das ganze auch noch unsäglich dumm: Da hat die Soft-Power-Fraktion endlich mal ein einziges kleines Werkzeug - ach, was sag ich, ein winziges Schräubchen - um ohne militärische Mittel auf einen Regimewechsel hinzuarbeiten, und was tut sie? Anstatt ihre Errungenschaft stolz als europäische Alternative zur amerikanischen Marineinfanterie zu präsentieren, wird sie verschämt weggesperrt.

Aber hinterher, wenn's zu spät ist, wird das Jammern wieder groß sein, weil diese tumben Amis wie immer nicht auf das ach so weise Europa gehört haben. Und wenn dann die Frage erneut aufgeworfen wird, wo denn nun eigentlich die zivile Option für den Regimewechsel ist, damit eben nicht am Ende geschossen werden muß, wird Gernot Erler wieder nur gucken wie ein Auto.

Diejenigen, die den Sturz einer Diktatur grundsätzlich befürworten, nur nicht den Einsatz militärischer Mittel zu diesem Zweck, haben jedenfalls die Möglichkeit "Stop!" zu schreien, und zwar genau jetzt. Tun sie das nicht, und fordern sie nicht endlich von der "Achse des Friedens" einen praktikablen Plan zur friedlichen Demokratisierung autoritärer Regime ein, dann sind sie kläglich gescheitert.

Denn wenn Europa nicht mal einen vergleichsweise harmlosen Diktatorendarsteller wie Fidel Castro zur Räson bringen kann, dann kann es sich seine Verhandlungen mit den wirklich schweren Jungs in Damaskus und Teheran gleich sparen. Dann war's das aber auch mit dem Anspruch auf eine gestaltende Rolle in der Weltpolitik.

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