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4 Artikel der Kategorie "Medien: Stern"

Mittwoch, 23. Mai 2007

Neonazi-Opfer Martin: "Ich bin nur noch Kopf"

Seit elf Jahren sitzt das Neonazi-Opfer Noël Martin im Rollstuhl. Sein Leben ist eine Qual. Es sei nicht mehr lebenswert, sagt er im stern-Gespräch. Kurz vor seinem geplanten Suizid in der Schweiz spricht er auch über seinen letzten Wunsch und wie er sich seinen Tod vorstellt.

Alle die meinen, rechtsradikale Gewalt in diesem Land nach dem Motto "Sind hald Buben!" als Dummejungenstreiche unterprivilegierter und perspektivloser Jugendlicher verharmlosen zu müssen, sollten sich diesen Artikel mal durchlesen. Ist zwar aus dem STERN, aber trotzdem lesenswert.

Ach ja, die Täter sind selbstverständlich schon seit langem wieder frei. Und sie werden es auch noch sein, wenn Noel Martin längst tot ist.

Montag, 27. Juni 2005

Irak: Rumsfeld bestätigt Kontakte zu Aufständischen

STERN

Zwischen der US-Armee und Aufständischen im Irak hat es geheime Verhandlungen gegeben. Das bestätigte US-Verteidigungsminister Rumsfeld - und meinte, das sei nichts Besonderes.

Stimmt, das ist ein alter Hut. Daß das ba'ath-faschistische Lager der Terroristen versucht, die Seiten zu wechseln, hat die Konkurrenz bei SPIEGEL & Co. schon vor Monaten erstaunt gemeldet. Und dabei war das selbst damals schon keine ganz so große Überraschung mehr. Aber schön, daß es der STERN jetzt auch gemerkt hat.

[...] Rumsfeld sagte, am Ende seien es die Iraker und nicht die Koalitionstruppen, die sich mit den Extremisten auseinander setzen müssten. "Die Gewalt wird mit der Zeit von den Irakern niedergeschlagen werden. Ausländer werden die Aufstände nicht bekämpfen." Die Gewalt könne noch bis zu zwölf Jahren andauern. "Wir werden ein Umfeld schaffen, dass es den irakischen Sicherheitskräften und dem irakischen Volk ermöglicht, gegen die Aufständischen vorzugehen", sagte Rumsfeld.

Nur noch 12 Jahre? Gar nicht schlecht! Obwohl ich das ja für ein wenig optimistisch halte. Denn eine terroristische Bewegung mordet meist solange, bis ihre Mitglieder vernünftig werden. Das ist aber in der Regel eher später als früher der Fall. Wenn man sieht, daß die BRD 28 Jahre gebraucht hat, die paar lächerlichen RAF-Hanseln zu besiegen, und daß die ETA auch nach über 40 Jahren noch nicht begriffen hat, daß sie verloren hat, dann kann es auch im Irak noch ein Weilchen dauern.

Und bei den RAF- und ETA-Terroristen handelt es sich ja immerhin noch um recht diesseitige Spinner mit profanen sozialistischen oder nationalistischen Motiven, die nach dem Sieg der Revolution ganz gerne noch am Leben sein wollen, weil sie sonst nichts mehr von der Machtergreifung haben. Aber dem letzten Islamisten auch für seinen Intellekt verständlich klarzumachen, daß im Paradies die Jungfrauen aus sind, dürfte ziemlich schwer werden.

Umso wichtiger ist es, daß in Sachen Nahost-Domino jetzt keine Ruhepause eingelegt wird. Denn wenn weiterhin ein Terrorregime nach dem anderen fällt, ohne daß dessen Unterstützer auch nur das geringste daran ändern können, und dort überall Demokratien aufgebaut werden, nimmt das den Islamofaschisten nicht nur die Unterstützung in In- und Ausland, sondern auch die Hoffnung, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Und dann könnte Rumsfeld im nachhinein noch als schwarzmalender Pessimist dastehen.

Mittwoch, 08. Juni 2005

Schröder - Der Untergang

Neon

Der Endkampf um Berlin hat begonnen. Und Amigoboom hat eine - sagen wir - etwas unorthodoxe Beschreibung der Ereignisse an der Front beim STERN-Ableger Neon aufgetrieben, die so brüllend komisch ist, daß man sie unbedingt weiterempfehlen muß. Ich wußte gar nicht, daß man dort soviel Sinn für Humor hat. Wer hätte das gedacht... Wie auch immer, wer keine Hemmungen hat, auch über etwas schrägere Scherze zu lachen, kommt hier voll auf seine Kosten. Deshalb erlaube ich mir mal, an dieser Stelle einen Ausdruck von David Harnasch zu rekrutieren, der wie für diesen Artikel gemacht ist: LESEBEFEHL!

Dienstag, 15. März 2005

Mord an Karolina: "Zuhälterbastard ohne Lebensberechtigung"

Stern

Zu Beginn des Prozesses um die zu Tode gequälte dreijährige Karolina hat Oberstaatsanwalt Johann Kreuzpointner das ganze Ausmaß des tagelangen Martyriums geschildert: Der angeklagte 31-jährige Mehmet A. habe am 2. Januar 2004 beschlossen, Karolina so lange zu misshandeln, bis sie sterben würde. Er habe sie als "Zuhälterbastard ohne Lebensberechtigung" beschimpft und sei eifersüchtig auf sie gewesen.

[...] Laut Anklage prügelte Mehmet A. die kleine Karolina tagelang, schlug sie mit Gegenständen, schleuderte sie zehn bis 15 Mal mit dem Gesicht gegen eine Kommode und folterte sie mit Feuerzeugflammen und brühend heißem Wasser. Einmal habe er sie gepackt und gedroht, sie zu kreuzigen. Die Mutter habe daneben gesessen und nicht eingegriffen, sondern dem weinenden und schreienden Kind den Mund zugehalten.

Ich bin eigentlich ja ein Gegner der Todesstrafe, aber in so Fällen gehen mir ehrlich gesagt die Argumente aus.

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