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1 Artikel der Kategorie "Medien: Reuters"

Mittwoch, 01. März 2006

Weltweite Mehrheit glaubt an erhöhte Terrorgefahr nach Irakkrieg

Reuters

London (Reuters) - Die Mehrheit der Weltbevölkerung glaubt einer neuen Umfrage zufolge, dass die Wahrscheinlichkeit von weltweiten Terroranschlägen durch den Irak-Krieg gestiegen ist.

Soso. Wäre die Umfrage 1940 durchgeführt worden, hätte die Mehrheit der Weltbevölkerung auch geglaubt, daß durch die britische Kriegserklärung die Wahrscheinlichkeit von deutschen Bombenangriffen auf London gestiegen sei. Sie hätte damit sogar recht gehabt. Und? Hätte Churchill deshalb lieber auf die Meinungsumfragen schielen sollen, bevor er den Nazis die Rote Karte zeigt?

Wie das Meinungsforschungsinstitut GlobeScan am Dienstag bekannt gab, halten 60 Prozent der fast 42.000 Befragten aus 35 Ländern Anschläge heutzutage für wahrscheinlicher als vor der US-geführten Invasion in den Irak. Lediglich zwölf Prozent der im Auftrag der BBC Befragten glauben, dass es weniger Anschläge geben könnte.

Da scheinen die 60 Prozent aber ziemlich genau zu wissen, was die werten Herren Terroristen den lieben langen Tag so machen würden, wenn es den Irakkrieg nicht gegeben hätte. Vermutlich Mokka schlürfen, Schwarma essen und Scheschbesch spielen. Was Terroristen halt so machen, wenn sie sich gerade nicht über die Untaten des US-Imperialismus aufregen müssen.

"Nun ist es offiziell. Die Bürger weltweit glauben, dass die westlichen Führer mit ihrer Irak-Invasion einen fundamentalen Fehler im Kampf gegen den Terrorismus begangen haben", sagte Doug Miller von GlobeScan. Der Umfrage zufolge ist eine Mehrheit davon überzeugt, dass der Sturz des irakischen Diktators Saddam Husseins ein Fehler war. In den Ländern Argentinien, Brasilien, Ägypten und China fänden sich die meisten Befürworter eines Abzugs der alliierten Truppen unter Führung der USA aus dem Irak.

Und welche Bürger? Da haben wir wohl nicht so genau in die eigene Statistik geschaut, lieber Doug. Denn wie Michael Kreutz sehr treffend schreibt, fallen zwei Staaten aus diesem allgemeinen Trend heraus. Und das sind, so ein dummer Zufall aber auch, der Irak und Afghanistan, die angeblichen Opfer dieses angeblichen Fehlers. Wie war das noch mit den Millionen Fliegen, die nicht irren können?

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