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2 Artikel der Kategorie "Medien: ARD"

Dienstag, 28. Juni 2005

Die Würde des Rucksacks ist unantastbar

David Harnasch

US-Geheimdienstsoldaten filmten sich bei einer privaten Party mit Gewaltspielen in einer Gefängniszelle des berüchtigten Abu Ghraib Gefängnisses in Bagdad. [...] Für den US-amerikanischen Psychologen und Direktor des Instituts für seelische Gesundheit in Mannheim, Professor Fritz A. Henn zeigen die Bilder eine “Kultur der Gewalt". Seiner Ansicht nach geht es in den Szenen um einen Wettbewerb der Gewalt: “das ist wirklich erschreckend, ein bisschen ohne Grenzen.” Die Geheimdienstsoldaten hätten einen Rucksack angesprochen, als wenn er “ein Gefangener wäre und die wollten ihn einfach kaputtmachen, total verprügeln.”

Also da hat David Harnasch mal wieder einen absoluten Kracher ausgegraben. Ich hab ja fast Tränen gelacht. Diese ganze antiamerikanische Propaganda ist inzwischen so grotesk durchgeknallt, daß sie oft nur noch lächerlich ist. Über diesen "Bericht" von REPORT MAINZ kann ich mich höchstens insoweit aufregen, daß ich dafür mit meinen kostbaren GEZ-Euronen auch noch gezahlt habe.

Aber die Sache selbst ist einfach nur unbeschreiblich komisch. So als ob jemand versucht, die ganze antiamerikanische Hysterie auf die Schippe zu nehmen. Handelt es sich hier vielleicht um eine Satire? Hat da am Ende Stefan Raab die Fäden gezogen? Oder ist das ganze gar von der CIA finanziert worden, um die grassierende Amerikakritik in den Dreck zu ziehen?

Da muß ich gerade irgendwie an einen Kollegen denken, der politisch eher links, ex-Wehrdienstverweigerer, bekennender Bush-Hasser und Irakkriegsgegner ist, und den ich, auch wenn er das vehement bestreitet, schon als ziemlich antiamerikanisch einstufen würde. Aber er ist gleichzeitig eben auch ein ausgesprochen sympathischer und lustiger Kumpel, mit dem ich mich außerhalb der Politik sehr gut verstehe.

Dieser Kollege hat mir mal "gestanden", daß er, nachdem er bei Counterstrike diverse Gegner erschossen hat, wiederholt um deren virtuelle Leichen herumgetanzt ist und aus purem Spaß noch den Rest des Magazins in die leblosen Pixelkörper gefeuert hat. Mal ganz davon abgesehen, daß eine derartige Munitionsverschwendung ziemlich unprofessionell ist, ist das jetzt wohl ein Fall für REPORT MAINZ.

Also, Jungs, macht schon mal den Ü-Wagen klar. Die nächste LAN-Party ist vermutlich ganz bei Euch in der Nähe. Und bringt ein netzwerkfähiges Notebook mit, wegen der Screenshots für die Beweisaufnahme. Derartige Verbrechen dürfen schließlich nicht ungesühnt bleiben. Denn "das ist wirklich erschreckend" und sicherlich soweit "ohne Grenzen", daß es für den ARD-Pranger reichen dürfte.

Montag, 06. Juni 2005

Scheherazade

Tatort

Der 11. September war ein von der US-Regierung inszeniertes Pearl Harbor, um die arabisch-islamische Welt mit Krieg überziehen zu können, damit die Dunkelmänner Bush, Cheney, Rumsfeld, Perle und Wolfowitz ihre schon lange offen angekündigten Welteroberungspläne umsetzen können, wodurch sich wiederum ihre gemeinsame Firma dumm und dämlich verdient, während die arabischen Attentäter in Wirklichkeit von der CIA angeworbene und von dieser irregeführte arme Teufel waren, die erst beim Aufprall in den Twin Towers gemerkt haben, daß man ihnen hinsichtlich des Zielflughafens nicht ganz die Wahrheit gesagt hat, wobei der fehlende 20. Attentäter, der kurz vor dem Abflug umgekehrt und daraufhin in Bremen untergetaucht war, als letzter Überlebender von amerikanischen Killerkommandos liquidiert wurde, woraufhin die einzige Zeugin dieses Mordes nur mit Mühe in ein sicheres arabisches Land entkommen kann.

Was klingt, als ob Konstantin Wecker, Ulrich Ladurner, Peter Sodann, Gerhard Wisnewski und Christian Anders vor einer gemeinsamen Erklärung zur Globalisierung ein bißchen zu viel mit verbotenen Substanzen herumexperimentiert hätten, ist leider die Zusammenfassung des letzten Tatorts (kein Witz!), und zwar nicht irgendeiner Folge, sondern auch noch der Nr. 600!

Mal ganz davon abgesehen, daß es für einen Tatort-Fan unbegreiflich ist, wie man für eine Jubiläumsfolge gerade auf Frau Postel kommt anstatt auf Urgestein wie Ballauf/Schenk, Leitmeyer/Batic oder Odenthal/Kopper zurückzugreifen, ist es eine bodenlose Frechheit, daß das Geld der Gebührenzahler für derartig bescheuerten Agitprop zur besten Sendezeit auf den Kopf gehauen wird.

Für so einen Mist braucht man nun wirklich keine gebührenfinanzierte Grundversorgung. Es wird Zeit, daß die verbitterten 68er, die bei den Öffentlich-Rechtlichen das Programm bestimmen, auf den Boden der Realität zurückgeholt werden, indem man den ganzen Moloch endlich mal privatisiert. Greenpeace, amnesty international und attac können dann ja Werbung schalten, und alle Zuschauer sind glücklich. Und die anderen erst recht.

Und jetzt die Werbung...

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