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18 Artikel der Kategorie "Ideologie: Pazifismus"

Donnerstag, 30. August 2007

Germans to the Southern Front!

Bisher ist der Einsatz deutscher Soldaten im umkämpften Süden Afghanistans nur in Notfällen erlaubt. Die SPD möchte die Regeln für Militärausbilder nun lockern. Die Union weigert sich - noch.

Verkehrte Welt - die SPD zurrt den Stahlhelm fest und macht den Rambo, während die Union den bedenkentragenden Drückeberger gibt. So ändern sich die Zeiten...

Samstag, 18. August 2007

Ex-Außenminister Fischer fordert mehr deutsche Soldaten am Hindukusch

Joschka Fischer hat die Afghanistan-Politik von Kanzlerin Merkel als zu lasch kritisiert. Er forderte eine Ausdehnung des deutschen Engagements.

[...] "Ich bin nachdrücklich dafür, dass wir an unserem Engagement festhalten", sagte Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer im "Sonntagsgespräch" des hessischen Fernsehens. "Ich unterstütze die Bundesregierung, es auszudehnen". Der Grünen-Politiker bezeichnete es als Fehler, dass die Bundeswehr im vergangenen Jahr ihren Einsatz nicht auf den Süden Afghanistans ausgedehnt habe, als die kanadischen Streitkräfte dort mehr als 60 Soldaten im Kampf gegen die Taliban verloren hätten.

Also das ist schon ein köstlicher Anblick, wie all jene Defaitisten, die Afghanistan lieber heute als morgen wieder an seine rechtmäßigen Besitzer, die Taliban, ausgeliefert sehen wollen, plötzlich mit heruntergelassenen Hosen durch den argumentativen Regen hoppeln, in welchem sie ihr Lieblingskronzeuge ("not convinced") so unvermittelt hat stehen lassen.

Freitag, 08. Juni 2007

Stell Dir vor, man spielt Krieg, und jeder geht hin

Heiligendamm - Am Sicherheitszaun um den Tagungsort wurden Demonstranten am Nachmittag um etwa 50 Meter von der Polizei zurückgedrängt. An der belagerten Kontrollstelle an der Galopprennbahn hatte die Polizei alle Protestler zunächst aufgefordert, sich zurückziehen.

[...] Die Organisatoren der Blockaden werteten ihre Aktionen als "großen Erfolg". "Wir haben zwei Zufahrtsstraßen zum G-8-Gipfel erfolgreich eingenommen. Damit sind wir sehr zufrieden", sagte Christoph Kleine von der Gruppe Block G-8.

Nach seinen Angaben haben etwa 5000 bis 6000 Personen aus dem Camp Reddelich eine Zufahrtsstraße zwischen Bad Doberan und Heiligendamm blockiert. Rund 3000 weitere seien aus dem Camp Rostock in das zwei Kilometer entfernte Börgerende gezogen und hätten dort ebenfalls eine Straße blockiert.

[...] Den Demonstranten war ein Überraschungscoup gelungen, um die Polizeisperren zu umgehen. Wie auf Kommando stürmten Tausende G-8-Gipfelgegner auf den Sicherheitszaun zu, der den Tagungsort Heiligendamm vor den Demonstranten schützen sollte. Bei Reddelich drangen Tausende bis unmittelbar an den Zaun vor. Einige Demonstranten blockierten die Gleise der sogenannten Molli-Bahn zwischen Bad Doberan und Heiligendamm, die Journalisten zum Gipfel transportieren sollte.

Zur gleichen Zeit ging die Polizei wenige Kilometer entfernt mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Anti-G-8- Demonstranten vor. Sie hatten östlich von Heiligendamm versucht, eine Zufahrtsstraße zu erreichen.

[...] Die seit mehreren Tagen trainierte Aktion zur Umgehung der Polizeisperren verlief nach dem sogenannten Fünf-Finger-System. Die G-8-Gegner teilten sich also in fünf Gruppen auf, die sich getrennt auf den Weg machten - zunächst auf der Bundesstraße 105 nach Bad Doberan, aber auch durch Wälder und Rapsfelder, um die Polizei zu umgehen.

Kurz nach Aufbruch vom Camp hatten sie rund 50 Polizisten gegenübergestanden, die die Straße abriegelten. Daraufhin rannten die Demonstranten in einen angrenzenden Wald. Auf der anderen Seite des Forstes hinderten sie Polizeiautos kurzzeitig an der Verfolgung, indem sie große Äste auf die Straße warfen.

Also ich kann mir nicht helfen, aber wenn man so liest, wie da belagert, vorgedrungen, gestürmt, zurückgezogen und um jeden Meter gekämpft wird, wie Straßen eingenommen bzw. abgeriegelt, Gleise blockiert oder Sperren umgangen werden, und das bei Bedarf auf Kommando mit vorher trainierten Aktionen und in systematisch aufgeteilten Gruppen, dann bekommt man schon irgendwie den Eindruck, den Deutschen fehlt mal wieder ein richtiger Krieg. Zumindest scheinen da einige Leute nicht drüber wegzukommen, daß sie zu alt für die katholischen Pfadfinder sind.

Aber immerhin wissen wir jetzt, wie man sich im alternativ-pazifistisch angehauchten Milieu politisch korrekt die Zeit vertreibt: Statt sich moralisch fragwürdig mit Gotcha!-Farbkugeln einzusauen oder bei Counterstrike wenigstens zur virtuellen Kalaschnikow zu greifen, tut es hier die traditionelle Schnitzeljagd kombiniert mit Elementen von Räuber & Gendarm. Denn auch ein friedlicher Demonstrant will sich ja nur wegen dem Verzicht auf Wurfgeschosse nicht gleich um jede Action bringen. Aber seid brav um 7 wieder zu Hause, sonst geht's ohne Abendbrot ins Bett.

Mittwoch, 11. April 2007

Uran-Anreicherung: "Iran kann frühestens in vier Jahren Atomwaffen bauen"

"Kein Grund für Alarm", "Massive Übertreibung" - so reagieren Sicherheitsexperten auf Irans Ankündigung, das Land könne jetzt nuklearen Brennstoff herstellen. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde kann Iran frühestens in vier bis sechs Jahren Atomwaffen bauen.

[...] Der geschäftsführende Vorstand der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, Harald Müller, sagte, er sehe "keinen Grund zum Alarm". [...] Der SPD-Außenexperte Gert Weisskirchen bezweifelt, dass das Land in absehbarer Zeit atomare Langstreckenraketen produzieren könne.

Na, wenn selbst anerkannte Scharfmacher wie Friedensforschungsinstitute und SPD-Außenexperten das sagen, dann muß es wohl stimmen. Also Entwarnung, einfach so weitermachen wie bisher, und bloß nichts durch Teufelszeug wie ernsthafte Sanktionen eskalieren lassen, dan wird alles gut.

Und wenn der Iran die Zahl der Uran-Zentrifugen tatsächlich verzehnfacht haben sollte, dann verzehnfachen wir eben die Zahl unserer Atomunterhändler. Womit wir zudem auch gleich herausgefunden hätten, wie wir reagieren müssen, wenn er sie verhundertfacht. Nur wie wir tausende von Diplomaten auf Raketen montieren und vor dem Aufschlag zünden können, müßte noch geklärt werden. Aber wir wir jetzt wissen, haben wir ja mindestens noch vier Jahre Zeit, es herauszufinden.

Mittwoch, 21. März 2007

Lang lebe der irakische Widerstand!

Die Rebellen im Irak haben den Besatzern mal wieder ein Schnippchen geschlagen:

BAGHDAD, Iraq (CNN) -- Iraqi insurgents used two children as cover to get through a checkpoint in Baghdad and then blew up the car while the kids were still inside, a U.S. general said Tuesday.

The car went through a checkpoint Sunday and parked by a market across the street from a school, said Maj. Gen. Michael Barbero, deputy director for regional operations in the Joint Chiefs of Staff.

Two adults jumped from the car, leaving the children in the back. Moments later, the car exploded, witnesses said.

The two children and three bystanders died in the blast, and seven others were hurt, Pentagon officials said.

The attack raises fresh concerns about insurgents using children to throw off troops, Barbero said.

"Children in the back seat lower suspicion. We let it move through," he said.

Aber selbstverständlich sind nicht die Widerstandskämpfer am Tod dieser Kinder schuld, sondern die amerikanischen Soldaten. Warum winken sie die Kinder auch einfach durch? Dem Verständnis, das die Irakkriegsgegner dem heroischen Kampf für die nationale Selbstbestimmung entgegenbringen, wird jedenfalls auch diese Aktion keinen Abbruch tun.

Sonntag, 18. März 2007

Alle Macht den Massen(mördern)

Meldung 1: C-Waffen-Einsatz im Mittleren Osten!!! Meldung 2: Weltweite Protestmärsche! Wer jetzt aber glaubt, daß letztere durch erstere ausgelöst worden wären, irrt gewaltig. Die Demonstrationen richten sich nämlich nicht gegen jenes als Rebellen verherrlichte Terroristengesindel, welches das bereits im I. Weltkrieg mit grauenvoller Wirkung erprobte Chlorgas gezielt gegen Zivilisten einsetzt (internationale Reaktionen wie UNO-Resolutionen oder Verurteilungen durch die große Politik: Fehlanzeige), sondern gegen diejenigen, die die Iraker vor ihren Mördern zu beschützen versuchen.

Statt also eine verstärkte Anstrengung im Kampf gegen den Terror zu fordern, wird mit Parolen wie "USA raus aus dem Irak - Jetzt" unverhohlen verlangt, die irakische Bevölkerung diesem Sadistenpack besser heute als morgen auszuliefern. Wohl selten ist die perverse Heuchelei der sogenannten Kriegsgegner, für die Friedhofsruhe offenkundig gleichbedeutend mit Frieden ist, von der eigenen Gefolgschaft deutlicher entlarvt worden. Wenn man diese menschenverachtenden Pseudohumanisten bisher noch nicht verabscheut haben sollte, ist heute ein hervorragender Tag, damit anzufangen.

Donnerstag, 24. August 2006

Gewalt in Kinshasa: Kongo-Einsatz entzweit Opposition

SPIEGEL online

Die jüngsten Gewaltausbrüche in Kinshasa haben den innenpolitischen Streit um die deutsche Kongo-Mission neu entfacht. Während sich FDP-Chef Westerwelle in seinen Bedenken bestätigt sieht, forderte Grünen-Innenexperte Ströbele eine Verlängerung des Mandats.

Wer bist Du, Fremder, und was hast Du mit Christian Ströbele gemacht? Das linke Urgestein der Friedensbewegung gibt den Warmonger, der den Einsatz von olivgrün gekleideten Herren mit Gewehren verteidigt, die keine Förster sind? Humanitärer Interventionismus ist also doch was gutes? Haben wir am Ende was dazugelernt? Oder fehlen hier bloß die GIs als erprobtes Feindbild? Falls letzteres, ergeben sich daraus ausgesprochen interessante Handlungsalternativen für die US-Regierung:

Statt weiterhin militärisch gegen Schurkenstaaten vorzugehen, sollten die Vereinigten Staaten in Zukunft einfach pro forma auf der Seite des Iran oder Nordkoreas in den Krieg gegen den Westen eintreten. Spätestens dann fordern selbst die Grünen die Generalmobilmachung Europas zum Sturz der Mullahbande und des Geliebten Führers. Und nach dem Krieg, den die Amerikaner dann - leider, leider - verlieren werden, gibt's von den Europäern sogar noch Wiederaufbauhilfe. Wär doch mal was!

Freitag, 21. Juli 2006

Den «wirklich Verantwortlichen» treffen: Ex-Minister Israels für Angriff auf Syrien

Netzeitung

Der ehemalige israelische Vize-Außenminister Jossi Beilin hat das Vorgehen Israels gegen Libanon verteidigt, aber zugleich einen Angriff syrischer Ziele gefordert. Es sei wichtig, den «wirklich Verantwortlichen» zu treffen und «militärische Ziele in Syrien statt zivile Ziele im Libanon zu attackieren», sagte Beilin im Interview mit der Netzeitung. «Denn Syrien ermöglicht die Aktion der Hisbollah im Libanon und verhindert, dass die libanesische Armee die Grenze zu Israel kontrolliert.»

Jossi Beilin? DER Jossi Beilin? Die Ikone der Friedensbewegung? Und der fordert einen Krieg gegen Syrien? Einfach so? Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

Dienstag, 27. Juni 2006

Al-Aksa claims chemical capabilities

Jerusalem Post

The Aksa Martyrs Brigades announced on Sunday that its members have succeeded in manufacturing chemical and biological weapons.

Also entweder hier handelt es sich nur um eine neue Episode in der unendlichen Geschichte der Wunderwaffen, die von den Böswewichtern dieser Welt bevorzugt dann aus der Mabuse-Kiste hervorgeholt werden, wenn das Ende nah ist, oder aber hier bettelt jemand regelrecht darum, zu seinen Jungfrauen geschickt zu werden. Denn wenn da was dran sein sollte und das nicht nur die übliche arabische Prahlerei ist, dann sind die Palästinenser gerade dabei, ihrem Staat ein Ende zu machen, bevor er überhaupt richtig angefangen hat.

Außer natürlich, die EU stellt jetzt blitzschnell ein Verhandlungstrio aus drei abgehalfterten Außenministern zusammen, welche den Aksa-Brigaden die Massenvernichtungswaffen genauso erfolgreich abhandeln, wie sie das beim Iran... - äh, vergessen wir's. Tja, dann liegt wohl die letzte Hoffnung bei den menschlichen Schutzschilden aus Europa und den USA, die in den letzten Wochen zu hunderten nach Sderot geströmt sind, und die sich jetzt sicherlich bereitwillig auf potentielle C-Waffen-Ziele verteilen werden.

(Dank an S1IG für die Info)

Mittwoch, 21. Juni 2006

Iran: Bütikofer nennt Ahmadinedschad "Islamofaschisten"

SPIEGEL online

Grünen-Chef Bütikofer hat sich bei einer Demonstration gegen Irans Israel-Politik dafür ausgesprochen, dem iranischen Volk die Hand zu reichen und gleichzeitig der Führung in Teheran "die Stirn" zu bieten. Den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nannte er einen "Islamofaschisten".

Hey, was geht!? Bütikofer ein heimlicher NeoCon? Oder übt da nur jemand schon für die Rolle des Außenministers in einer schwarz-grünen Koalition, damit er in Washington nach der Amtsübernahme nicht gleich unter pazifistischen Generalverdacht gerät? Denn derart markige Worte erfordern auch entsprechende Taten oder zumindest die Zustimmung zu selbigen.

Also, Reinhard, wenn die Zeit gekommen ist, diesen Islamofaschisten in seinem Führerbunker endzulagern und die "Atomwaffenfreie Zone Iran" unter der Parole "Legal? Illegal? Scheißegal!" notfalls mittels nuklearer Zwangsabrüstung durchzusetzen, bitte nicht den Joschka machen! Ich will das "I'm very convinced!" im UNO-Sicherheitsrat dann laut und vernehmlich hören.

Und jetzt die Werbung...

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