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111 Artikel der Kategorie "Ideologie: Islamismus"

Donnerstag, 06. September 2007

Selbstversenkung nahe der Nordsee

Nachricht A von heute:

US-Abschiebepraxis: "Ich würde lieber nach Guantanamo zurück"

Sie glaubten, nach fünf Jahren in Guantanamo bald wieder freie Menschen zu sein. Doch es kam anders: Zwei Tunesier, die kürzlich aus dem berüchtigten US-Lager abgeschoben wurden, sitzen jetzt plötzlich in ihrer Heimat in Haft - und werden dort Menschenrechtlern zufolge misshandelt.

Diese Amis aber auch! Fliegen entlassene Guantanamo-Häftlinge einfach in Ihre Heimatländer aus, obwohl ihnen dort Gefahr für Leib und Leben droht.

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Nachricht B von vor 2 Jahren:

Internierung: USA halten 15 Chinesen weiter in Guantanamo fest

Schon vor zwei Jahren hatte das Pentagon ihre Freilassung gebilligt - trotzdem werden 15 Muslime aus China weiter auf dem US-Stützpunkt Guantanamo festgehalten, so ein amerikanischer Zeitungsbericht.

Diese Amis aber auch! Fliegen entlassene Guantanamo-Häftlinge nicht in Ihre Heimatländer aus, nur weil ihnen dort Gefahr für Leib und Leben droht.

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Und jetzt das Ratespiel: Wie heißen wohl die beiden Zeitschriften, deren Online-Ausgaben hier mit einer diametral entgegengesetzten Argumentation antiamerikanische Ressentiments bedienen? Aber nicht mogeln! Auch wenn die Antwort zugegeben wirklich verblüffend ist.

Lösung A     Lösung B

Dienstag, 21. August 2007

Workuta unter Palmen

Da einer der Haus- und Hofclowns dieses Blogs (der Komiker nennt sich mit seinem eigentümlichen Sinn für Humor selbst "Realdenker", kein Witz!) gerade seinen eigenen Fragenkatalog nicht wiederfindet und selbst nicht mehr so genau zu wissen scheint, was er eigentlich von mir wollte, es aber meiner Erinnerung nach irgendwas zu Guantanamo war, sollen hier diesbezüglich ein paar klärende Worte folgen, auf daß er nicht die Lust verliert, hier weiter zur Belustigung des Publikums brav die Glöckchen seiner Narrenkappe klingeln zu lassen.

Also: Wer im Krieg als Kombattant aufgegriffen wird, gehört vernünftigerweise in ein Kriegsgefangenenlager (deswegen heißt es vermutlich auch so). Dort sollte er dann möglichst bis zum Kriegsende (sprich wahrscheinlich bis eine der beiden Seiten bedingungslos kapituliert) bleiben, da die Feinde Amerikas die ritterliche Geste, "auf Ehrenwort" vorzeitig freigelassen zu werden, nicht immer zu würdigen wissen und mitunter einfach da weiterkämpfen, wo sie aufgehört hatten (vermutlich weil so ein Terrorist in der Regel nicht weiß, was das ist, ein Ehrenwort).

Nach Kriegsende kommen dann die eigentlichen Kriegsverbrecherprozesse, sprich diejenigen Kriegsgefangenen, die vor oder während des Krieges vorsätzlich Zivilisten ermordet haben, landen für die nächsten paar hundert Jahre hinter Gittern (idealerweise mit Webcam, damit sich die Angehörigen der Opfer von Zeit zu Zeit vergewissern können, daß die Mörder ihrer Familienmitglieder noch da sind, wo sie hingehören), und es steht zu hoffen, daß ihnen dort nicht mehr wie damals im Club Gitmo weiter die Datteln aus Arabien eingeflogen werden.

Die normalen Kämpfer hingegen, die nur ehrenvoll gekämpft haben, läßt man anschließend frei, vielleicht nachdem sie unterschrieben haben, daß sie in Zukunft nie mehr Frauen schlagen oder kleinen Mädchen den Schulbesuch verwehren werden (diejenigen von ihnen, die diese Unterschrift verweigern, kann man dann ja nach Deutschland ausfliegen, wo sich sicher die eine oder andere emanzipierte Richterin finden wird, die sie nur zu gerne wegen Volksverhetzung oder auch nach dem neuen Antidiskriminierungsgesetz verknacken wird).

Von der fragwürdigen Idee, die Kriegsgefangenen einfach nach Alaska zu schaffen und dort dann noch ein bißchen länger als Arbeitssklaven dazubehalten, sollte man hingegen Abstand nehmen, auch wenn die Anhänger des Sozialismus von Präsident Bush dann sicherlich schwer enttäuscht sein werden, weil gerade die diversen kommunistischen Staaten damit doch immer so gut gefahren sind und sich ein echter Leninist vermutlich gar nicht vorstellen kann, wie eine Wirtschaft ohne prall gefüllte Arbeitslager überhaupt richtig funktionieren soll.

Den Guantanamo-Kritikern hingegen, die meinen, der Gulag hätte so ausgesehen, nur mit mehr Schnee, sei ans Herz gelegt, Alternativen zu nennen, was man denn mit gefangenen irregulären Kämpfern sonst machen sollte. Sie können ihre Vorschläge dann auch gleich ein paar Kilometer an ihren "maximo lider" weiterreichen, in dessen Reich man auch ohne je eine Waffe getragen zu haben noch unter ganz anderen Bedingungen dahinvegetieren muß. Ach ja, eine diesbezügliche Distanzierung wäre auch ganz nett. Wir wollen ja weiter diskutieren.

Samstag, 18. August 2007

Ex-Außenminister Fischer fordert mehr deutsche Soldaten am Hindukusch

Joschka Fischer hat die Afghanistan-Politik von Kanzlerin Merkel als zu lasch kritisiert. Er forderte eine Ausdehnung des deutschen Engagements.

[...] "Ich bin nachdrücklich dafür, dass wir an unserem Engagement festhalten", sagte Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer im "Sonntagsgespräch" des hessischen Fernsehens. "Ich unterstütze die Bundesregierung, es auszudehnen". Der Grünen-Politiker bezeichnete es als Fehler, dass die Bundeswehr im vergangenen Jahr ihren Einsatz nicht auf den Süden Afghanistans ausgedehnt habe, als die kanadischen Streitkräfte dort mehr als 60 Soldaten im Kampf gegen die Taliban verloren hätten.

Also das ist schon ein köstlicher Anblick, wie all jene Defaitisten, die Afghanistan lieber heute als morgen wieder an seine rechtmäßigen Besitzer, die Taliban, ausgeliefert sehen wollen, plötzlich mit heruntergelassenen Hosen durch den argumentativen Regen hoppeln, in welchem sie ihr Lieblingskronzeuge ("not convinced") so unvermittelt hat stehen lassen.

Mittwoch, 15. August 2007

Was lange währt...

Washington will Revolutionswächter auf Terrorliste setzen

Ja, wie!? Was ist denn das für eine Überschrift? Soll das heißen, daß sie da noch nicht drauf waren? Also manchmal sind diese Amis in ihrer Langmut einfach viel zu nett zu ihren Todfeinden. Wird Zeit, daß sich nach diesem diplomatiegläubigen Dubya endlich mal ein richtig harter Hund der Sache annimmt. Fragt sich nur, ob der Obomba oder Killary heißt. Und dann, liebe Mullahs, ist endgültig Schluß mit lustig!

Montag, 13. August 2007

To nuke or not to nuke, that's the question!

Der linke Demokrat John Edwards [...] würde gern mehr Geld für spezielle Anti-Terror-Einheiten in Armee und CIA ausgeben: "Es ist für mich keine Frage, dass wir die Terroristen mit den vollen Möglichkeiten unseres Militärs konfrontieren müssen."

Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton sieht das genauso. Nur was sind die "vollen Möglichkeiten" des US-Militärs? Bedeutet das auch den Einsatz von Atomwaffen?, wurde sie neulich gefragt. Sie weigerte sich, ihn auszuschließen, wissend, dass diese Reporterfrage als die Mutprobe für jeden Amtsanwärter gilt.

Zucken und Zaudern bedeutet Durchgefallen. Also sagte sie: "Präsidenten zu allen Zeiten seit dem Kalten Krieg haben die nukleare Abschreckung genutzt und kein Präsident sollte Blankoschecks ausstellen über ihren Einsatz oder Nichteinsatz."

Das ist ja nun wirklich zum Brüllen! Da träumen die Kriegsgegner noch davon, daß mit der Machtübernahme der Demokraten endlich der allgemeine Weltfrieden ausbricht, und gleichzeitig überbieten sich deren Kandidaten mit immer neuen Eskalationsmöglichkeiten, bis selbst der angeblich so kriegstreiberische Bush ihren militärischen Elan bremsen muß, um größeren außenpolitischen Schaden abzuwenden.

Das, was Hillary & Co. da derzeit im Wochentakt von sich geben, klingt jedenfalls mehr nach "Töte alle, Gott sortiert die Schurken aus!" als nach "Give peace a chance!". Wenn das erst der Anfang ist, dann werden wir demnächst noch einen ausgesprochen unterhaltsamen Wahlkampf sehen. Und wer weiß, am Ende werden sich die Kriegsgegner selbst Bush noch genauso schönreden wie heute schon seinen Vize.

Freitag, 10. August 2007

...and carry a big stick!

Die pakistanische Luftwaffe griff mutmaßliche Stellungen der radikalislamischen Taliban in Nord-Waziristan an. Die Sicherheitskräfte wollten unter anderem 16 vermisste Soldaten aufspüren, die vermutlich in die Gewalt der Taliban geraten sind.

Kampfhubschrauber und Bodentruppen seien gemeinsam im Einsatz, sagte der Militärsprecher Waheed Arshad. Er betonte, im Hauptquartier habe ein Sinneswandel stattgefunden: "Wir reagieren jetzt mit stärkerem Druck auf Attacken." Früher seien Angriffe der "Schurken" auf Sicherheitskräfte mit größerer "Geduld" hingenommen worden: "Das ist jetzt nicht mehr der Fall." Bereits gestern wurden nach Armeeangaben mindestens zehn Taliban-Kämpfer getötet.

Ende Juli hatten die USA Alarm geschlagen: Die Lage an Pakistans Grenze zu Afghanistan drohe, außer Kontrolle zu geraten. Die Regierung Bush schließt seitdem einen direkten Militäreinsatz nicht mehr aus. Washington will mit der Drohung offensichtlich den Druck auf Pakistan erhöhen, gegen die Hochburgen von Radikalen im Grenzgebiet zu Afghanistan vorzugehen. Notfalls würden sie selbst in der Region eingreifen.

Was ein paar deutliche Worte zur rechten Zeit doch alles bewirken können. Und jetzt wünschen wir uns nur noch denselben nachdrücklichen Tonfall gegenüber dem Islamistenpack in Khartoum. Vielleicht müßten wir so was nämlich nicht mehr lesen, wenn al-Bashir und seinen Henkersknechten endlich glaubwürdig rübergebracht würde, daß sie bei mangelnder Kooperationsbereitschaft nicht eine gemütliche Zelle in einem vergitterten Fünf-Sterne-Hotel in Den Haag erwartet, sondern ein paar Marschflugkörper im eigenen Wohnzimmer ohne anschließende Berufungsverhandlung.

Mittwoch, 01. August 2007

Totgesagte leben länger

Die National Review hat diverse Fachleute gebeten, angesichts der jüngsten Entwicklungen im Irak ihre Einschätzung der Lage abzugeben, und das Ergebnis mag irgendwie so gar nicht zu dem passen, was man in den hiesigen Medien darüber hört oder besser gesagt nicht hört. Einer der Beteiligten des NRO Symposiums war Victor Davis Hanson, und er faßt es stellvertretend für die anderen Mitautoren sehr gut so zusammen:

We are witnessing two phenomena. First, after four years of misery the Iraqis themselves are tiring of war, have grasped what al Qaeda et al. do when in local control, realize the U.S. wants to leave only after establishing a constitutional state, not steal its oil, sense that the United States may well win — and are slowly making adjustments to hedge their bets.

In a wider sense, the war is as most wars: an evolution from blunders to wisdom, the side that makes the fewest and learns from them the most eventually winning. Al Qaeda and the insurgents in 2004-6 developed the means, both tactical and strategic, to thwart the reconstruction, but we, not they, have since learned the more and evolved.

Also, liebe Irakkriegsgegner, laßt den Schampus vielleicht doch erst noch mal im Kühlschrank und legt die Feuerwerksraketen wieder in den Karton zurück. Kann nämlich sein, daß sich Eure Siegesfeier über den US-Imperialismus doch länger als erwartet verzögern wird. Aber nicht traurig sein, gibt noch genügend andere Despoten außer Saddam Hussein, auf die Ihr hoffen könnt. Vielleicht klappt's dann ja beim nächsten Mal.

Sonntag, 29. Juli 2007

Kriegsgegner bald allein zu Haus?

Und nach der Roten Heidi ein weiterer hinterhältiger Dolchstoß in den Rücken jenes Teils der Cut&Run-Fraktion, der es für irgendwie links hält, Afghanistan den dort früher herrschenden Steinzeitislamisten auszuliefern, nur weil es die Amerikaner ärgert; diesmal ausgeführt von keinem geringeren als dem Vorzeigegrünen Tom Koenigs, der während eines SPIEGEL-Interviews die Liste der beliebtesten Irakkriegsirrtümer um die der beliebtesten Afghanistankriegsirrtümer ergänzt:

Irrtum 1052: Es macht keinen Sinn, den verlorenen Afghanistankrieg weiterzuführen

Wir dürfen wegen der terroristischen Bedrohung nicht einknicken. Das wäre für die Afghanen und für die Helfer, die dort weiter arbeiten wollen, das Falscheste, was man machen kann. Man muss sich der Herausforderung stellen und energisch Kurs halten. Anders wird man der Lage nicht Herr.

Irrtum 1053: Die Afghanen wollen, daß die westlichen Besatzer abziehen

Und man darf nicht vergessen: Die Afghanen haben uns gebeten, sie zu unterstützen. Die leiden ja am meisten unter dem Terror der Taliban. [...] Die meisten Afghanen wollen nicht weniger, sondern mehr westliche Truppen im Land haben, um die Sicherheit zu verbessern.

Irrtum 1054: Vor allem die Angloamerikaner richten mehr Schaden als Nutzen an

Die Amerikaner haben bereits mehr Truppen beigebracht. Auch die Engländer haben mehr Truppen gestellt. Und es gibt einen starken Druck auf andere Länder.

Irrtum 1055: Die NATO-Staaten kämpfen gegen einen Aufstand des afghanischen Volkes

[...] Die internationalen Kräfte müssen so lange bleiben und das Land stabil halten, bis die nationalen Kräfte stark genug sind, den Aufstand zu besiegen. Internationales Militär schlägt keinen nationalen Aufstand nieder. Das ist die Aufgabe der afghanischen Armee.

Irrtum 1056: Die Taliban haben die afghanische Bevölkerung hinter sich

Die Taliban sind unpopulär, auch im Süden des Landes.

Irrtum 1057: Ein Abzug der NATO würde die Lage des Westens verbessern

[...] Umgekehrt würde ein reduziertes Engagement sofort von den Taliban und auch von der internationalen militanten islamistischen Bewegung als Schwächeln wahrgenommen und propagandistisch entsprechend ausgebeutet.

Irrtum 1058: Die Abzugsdiskussion in Deutschland hat keine Auswirkungen auf die Aktionen der Taliban

Die Aktionen der Taliban zielen immer sehr genau auf europäische Parlamente und die jeweilige politische Situation in den Herkunftsländern der Isaf-Truppen. [...] Wenn man sich die Internetseiten der Taliban ansieht, merkt man, dass die sehr genau zur Kenntnis nehmen, was bei uns politisch diskutiert wird. Alles, was als Schwäche gedeutet werden kann, ist Wasser auf die Mühlen derer, die Afghanistan wieder unter die Knute des militanten Islam haben wollen.

Irrtum 1059: Ein massiveres Vorgehen gegen die Taliban wäre nur kontraproduktiv

[...] Aber dass sich die Internationale Gemeinschaft jetzt noch mal stärker engagiert, ist etwas, womit die Taliban sicher nicht gerechnet haben, als sie diesen massiven Aufstand vor einem Jahr begonnen haben. Auch nicht, dass Afghanistans Unterstützung - die militärische und zivile - im amerikanischen Kongress jetzt eine fast einstimmige Zustimmung findet.

Irrtum 1060: Der Aufstand der Taliban ist ein legitimer Kampf gegen die Besatzung

Das Recht zum Aufstand gegen eine demokratisch gewählte Regierung kann ich schwer sehen. Ich weiß nicht, aus welchen Normen sich das herleiten sollte. Dazu kommt, dass die Taliban eine äußerst brutale Bewegung sind, die klassisches Kriegsrecht mit Füßen treten. Schon die Unterscheidung zwischen Kämpfern und Zivilisten wird nicht gemacht.

Irrtum 1061: Die Strategie der Amerikaner ist besonders schlecht und verwerflich

Die Amerikaner haben keine gesonderte Militärstrategie.

Irrtum 1062: Ein Krieg, der zivile Opfer nicht völlig vermeiden kann, ist kein gerechter Krieg

[...] Ich finde es sehr positiv, dass sowohl die Isaf als auch Operation Enduring Freedom unsere Hinweise ernst nehmen. Sie wissen, dass zivile Opfer nicht nur eine humanitäre Katastrophe bedeuten, sondern sofort von der Gegenseite propagandistisch ausgenutzt werden. Das schwächt uns moralisch. Allerdings wird man zivile Opfer im Krieg nie ganz vermeiden können.

Irrtum 1063: Es gibt keine Fortschritte in Afghanistan, und es dauert eh schon zu lang

Man kann nicht erwarten, dass ein Land nach 30 Jahren im Bürgerkrieg innerhalb von fünf Jahren alle Probleme löst. Als ich vor anderthalb Jahren nach Afghanistan kam, schienen die Warlords das Hauptproblem zu sein. Davon hört man jetzt kaum noch etwas.

Irrtum 1064: Der Westen sollte im Interesse der Afghanen endlich abziehen

[...] Wer jetzt abziehen will, lässt das afghanische Volk im Stich und liefert sie einer furchtbar brutalen Bewegung aus.

Freitag, 27. Juli 2007

Cut&Run mal andersrum

Und weiter geht's in der endlosen Reihe der beliebtesten Irakkriegsirrtümer:

Irrtum 127: Der irakische Widerstand wird von Tag zu Tag immer stärker

“Al-Qaeda’s days are numbered and right now he is scrambling,” said Lieutenant-Colonel Stephen Michael, who commands a battalion of 700 troops in Doura.

A key factor is that local people and members of al-Qaeda itself have become sickened by the violence and are starting to rebel, Lieutenant-Colonel Michael said. “The people have got to deny them sanctuary and that is exactly what is happening.”

Irrtum 128: Die Widerstandskämpfer sind ernsthaft von ihrer Sache überzeugt

Al-Qaeda informants comprise largely members of the Doura network who found themselves either working with the group after the US-led invasion in March 2003, or signed up to earn extra cash because there were no other jobs going. Disgusted at the attacks and intimidation techniques used on friends, neighbours and even relatives, they are now increasingly looking for a way out, US officers say.

Irrtum 129: Der Widerstand vertritt die Interessen der irakischen Bevölkerung
Irrtum 130: Es ist unangebracht, in diesem Konflikt von gut und böse zu reden
Irrtum 131: Die Irakkriegsgegner haben irgendwelche moralischen Beweggründe

“It is only after al-Qaeda has become truly barbaric and done things like, to teach lessons to people, cut their face off with piano wire in front of their family and then murdered everybody except one child who told the tale afterwards . . . that people realise how much of a mess they are in,” Lieutenant James Danly, 31, who works on military intelligence in Doura, said.

Irrtum 132: Der Widerstand kämpft, bis der letzte Besatzer das Land verlassen hat

It is impossible to corroborate the claims, but he said that scores of junior al-Qaeda in Iraq members there had become informants since May, including one low-level cell leader who gave vital information after his arrest.

“He gave us dates, places and names and who did what,” Lieutenant Danly said. When asked why he was being so forthcoming, the man said: “Because I am sick of it and I hate them, and I am done.”

Irrtum 133: Die Iraker kooperieren lieber mit dem Widerstand als mit den Besatzern

“People in al-Qaeda come to us and give us information,” said Lieutenant Scott Flanigan, as he drove past a line of fruit and vegetable stalls near a shabby shopping street in Doura, where people were buying bread and other groceries.

The informants were not seeking an amnesty for crimes that they had committed. “They just do not want to be killed,” Lieutenant Flanigan said.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Es geschehen noch Zeichen und Wunder

Über das Transatlantic Forum bin ich auf eine FOCUS-Meldung gestoßen, die selbst in diesen verückten Zeiten noch zu verblüffen vermag. Die eher für zumindest halbpazifistische Anwandlungen bekannte Rote Heidi gibt nicht nur plötzlich den Warmonger und damit ihren eigenen Freunden in der Cut&Run-Fraktion einen kräftigen Tritt in den Hintern, sie tut dies auch mit einer ganz und gar nicht realpolitischen, sondern unverhüllt humanitär-interventionistischen Begründung, wie sie sich selbst der finsterste NeoCon in den dunklen Gewölben des American Enterprise Institute nicht schauriger hätte ausdenken könnte:

Wieczorek-Zeul warnte, ein militärischer Rückzug wäre ein Sieg der Terroristen und eine Ermutigung für Gewalttäter mit kaum abschätzbaren Folgen auch für Europa und Deutschland. „Wir haben in Afghanistan bereits viel erreicht und große Erfolge erzielt. Wenn wir diese nicht aufgeben wollen, dürfen wir in unserem Engagement nicht nachlassen“, sagte Wieczorek-Zeul. „Wer einmal in die Augen kleiner Mädchen gesehen hat, die jetzt wieder die Schule besuchen dürfen, wird dafür kämpfen, dass die Gewaltherrschaft der Taliban nicht zurückkehrt.“

Auf die Reaktionen ihrer - jetzt vermutlich nur noch ehemaligen - Jünger freue ich mich jedenfalls jetzt schon.

Und jetzt die Werbung...

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Wer nicht suchet, der findet

Sonstige Komplizen und Helfershelfer

Andere Marsch - flugkörper - diplomaten

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