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Freitag, 27. Juli 2007

Cut&Run mal andersrum

Und weiter geht's in der endlosen Reihe der beliebtesten Irakkriegsirrtümer:

Irrtum 127: Der irakische Widerstand wird von Tag zu Tag immer stärker

“Al-Qaeda’s days are numbered and right now he is scrambling,” said Lieutenant-Colonel Stephen Michael, who commands a battalion of 700 troops in Doura.

A key factor is that local people and members of al-Qaeda itself have become sickened by the violence and are starting to rebel, Lieutenant-Colonel Michael said. “The people have got to deny them sanctuary and that is exactly what is happening.”

Irrtum 128: Die Widerstandskämpfer sind ernsthaft von ihrer Sache überzeugt

Al-Qaeda informants comprise largely members of the Doura network who found themselves either working with the group after the US-led invasion in March 2003, or signed up to earn extra cash because there were no other jobs going. Disgusted at the attacks and intimidation techniques used on friends, neighbours and even relatives, they are now increasingly looking for a way out, US officers say.

Irrtum 129: Der Widerstand vertritt die Interessen der irakischen Bevölkerung
Irrtum 130: Es ist unangebracht, in diesem Konflikt von gut und böse zu reden
Irrtum 131: Die Irakkriegsgegner haben irgendwelche moralischen Beweggründe

“It is only after al-Qaeda has become truly barbaric and done things like, to teach lessons to people, cut their face off with piano wire in front of their family and then murdered everybody except one child who told the tale afterwards . . . that people realise how much of a mess they are in,” Lieutenant James Danly, 31, who works on military intelligence in Doura, said.

Irrtum 132: Der Widerstand kämpft, bis der letzte Besatzer das Land verlassen hat

It is impossible to corroborate the claims, but he said that scores of junior al-Qaeda in Iraq members there had become informants since May, including one low-level cell leader who gave vital information after his arrest.

“He gave us dates, places and names and who did what,” Lieutenant Danly said. When asked why he was being so forthcoming, the man said: “Because I am sick of it and I hate them, and I am done.”

Irrtum 133: Die Iraker kooperieren lieber mit dem Widerstand als mit den Besatzern

“People in al-Qaeda come to us and give us information,” said Lieutenant Scott Flanigan, as he drove past a line of fruit and vegetable stalls near a shabby shopping street in Doura, where people were buying bread and other groceries.

The informants were not seeking an amnesty for crimes that they had committed. “They just do not want to be killed,” Lieutenant Flanigan said.

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Cut&Run mal andersrum:

Kommentare

@ Paul & alle

Mein Problem ist, dass ich ein gutes Gedächtnis habe und die Angewohnheit, ab und zu mal im Archiv von NBFS zu lesen. Deshalb weiß ich sehr genau, dass Paul noch vor einem guten Jahr grund-sätzlich alle, die mit Waffengewalt gegen die Besatzungstruppen bzw. die neue irakische Zentralgewalt kämpften, als "Terroristen" bezeich-nete. Und jeder, der leise darauf hinwies, dass es z.B. zwischen sunnitischen Aufständischen und ausländischen Dschihadisten gewisse Unterschiede gäbe, als `Terroristenfreund´, Defaitisten, Kapitutionalisten ö.ä. verdammte.
Und wen es interessiert, der kann ja nachlesen, wie abfällig - und ignorant - sich die hiesigen Militärexperten und firepower-Strategen, "auslaender" allen voran, über counterinsurgency warfare im Allgemeinen und das von Petraeus verfaßte Handbuch zu CIW im Besonderen ausgelassen haben - bevor Petraeus dann "the man of last resort" wurde.

Aber zu Paules kleinen Irrtümern:

Nr. 127:
Es gibt weder DEN irakischen Widerstand, noch eine im ganzen Irak einheitliche Sicherheitslage. Während die US-Streitkräfte z.B. in der Provinz Anbar bei der Bekämpfung von Al Queda regional durchaus Erfolge erzielen, haben die Briten den bisher weitgehend ruhigen Süden, insb. die Region um Basra, kaum noch unter Kontrolle. Vor dem anstehenden Abzug des britischen Kontingentes Ende ds Jahres versuchen anscheinend die verschiedenen schiitischen Fraktionen ihre Ausgangsbasis für den Kampf um die Macht zu stärken.

Nr. 128
Die sunnitischen Aufständischen, die schiitischen Milizen und die Dschihadis kämpfen seit über vier Jahren gegen die mächtigste Armee der Welt, weil sie keine anderen Hobbies haben. Hunderte von Selbstmordattentaten wurden von Leuten verübt, die von ihrem Tun nicht überzeugt sind.

Nr. 129
Da es sowenig DIE irakische Bevölkerung gibt, wie DEN Widerstand ist diese Behauptung schon sprachlogisch schlicht Unsinn. Das Wesen eines Bürgerkrieges besteht ja gerade in dem bewaffneten Kampf zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich nach ethnischen, religiösen sozialen Kriterien unterscheiden und sich gegenseitig die Kontrolle über die staatliche Zentralgewalt streitig machen.

Nr. 130
Natürlich kann man die Beteiligten in diesem Konflikt nach gut und böse unterteilen. Die Frage ist nur: welche Variante von gut/böse? Gute gläubige Muslime, die bereit sind, im Kampf gegen die Ungläubigen und Kreuzzügler ihr Leben einzusetzen? Oder gute Iraker, die heldenhaft gegen die technisch überlegenen Besatzer und ihre korrupten Kollaborateure in der Green Zone kämpfen und die ölgierigen Ausländer Bombe für Bomde vertreiben werden? Oder die Bringer von Demokratie und Freiheit, die den Tyrannen gestürzt haben und jetzt die feigen Mörder vernichten, die unschuldige Zivilsten, Frauen und Kinder umbringen. Denn so etwas ist böse - es sei denn, man greift aus der Luft an und die Zivilisten sind zur falschen Zeit am falschen Ort.

Nr. 131
Abgesehen davon, dass es auch DIE Irakkriegsgegner nicht gibt - Al Quaida ist ein besonders blödes Beispiel. Denn ohne diesen Krieg hätte es "Al Quaida im Irak" nie gegeben.

Nr. 132
Auch wenn ich nicht voraussehen kann, wie lange jeder einzelne irakische Aufständische kämpfen wird, so wage ich die Prognose, dass auch nach dem Rückzug der internationalen Truppen der sunnitisch-schiitische Bürgerkrieg weitergehen wird.

Nr. 133
Es gibt jede Menge Iraker, die mit den Besatzungstruppen kooperieren: Fahrer, Dolmetscher, Büropersonal, Küchenhilfen, Bauarbeiter usw. Die Frage ist nur, was sie machen werden, wenn ihre Auftraggeber abgezogen sind. Denn sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass sich die USA um ihre einheimischen Unterstützer und Helfer kümmern werden. Eine "dänische" Lösung halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

Wenn wollen Sie mit solchen Spielchen eigentlich belügen? Außer sich selbst natürlich.

Anton

"Denn ohne diesen Krieg hätte es "Al Quaida im Irak" nie gegeben."
Was der Anton Gott sei Dank nie beweisen kann!

@ S1IG

Da ist er wieder der Meister des fiktiven Nicht-Beweises. Al Qaida im Irak unter Saddam - so sehen Sie aus.

Aber vielleicht brauchten die ja auch nur ein Stückchen Wüste um in Ruhe ihre islamischen WMD zu bauen. Und wer weiß, ob die Vereinigte Kampffront SOZ (Saddam-Osama-Zarquawi) im Zeitraum 2004 - 2104 nicht doch noch WMD im Irak entwickelt und in die USA eingeschmuggelt hätte - Korantexte, die schwul machen oder Drogen fürs Trinkwasser, die die Denkfähigkeit so reduzieren, dass man Bushs Lügen glaubt.

Das ist nun eigentlich eine Frage für richtige Wissenschaftler mit einer Ausbildung zum Diplom-Totalitär. Einen ersten Überblick über die zu erwartenden Forschungsergebnisse finden Sie hier:

http://www.youtube.com/watch?v=jlHof-UVyJA&mode=related&search=

mfG
Anton

@Anton
Beweise doch Dein Statement! Woher willst Du das denn wissen?

Nur so am Rande: HÄTTE der Hund nicht geschissen...

@ S1IG

Wenn Sie ein bißchen was von Logik und Methodologie der Sozialwissenschaften verstehen würden, wüßten Sie, dass man ein Ereignis in einer fiktiven Zukunft (Was wäre gewesen, wenn ...) nicht BEWEISEN kann. Allenfalls kann man aufgrund der Vorgeschichte bis zum nicht eingetretenen Ereignis - Verzicht der Bush-Abministration auf die Invasion des Irak und damit auf den Sturz des Regimes Saddam Hussein - das zukünftige Verhalten der Akteure mit einer gewissen Plausibilität abschätzen. Spekulieren wir also ein bißchen:

1. Ausgangslage
Aufgrund des internationalen Drucks und der verbreiteten Skepsis in der amerikanischen Bevölkerung verzichtet die Bush-Admininstration im Frühjahr 2003 auf die Invasion. Die UN-Inspektoren setzen ihre Arbeit fort, finden die - nicht existierenden - WMD nicht und erklären Ende 2003, dass der Irak nicht über WMD verfügt. USA und GB bezweifeln das Untersuchungsergebnis. Nach langen Verhandlungen einigt man sich im UNSC auf einen Kompromiß: das Embargo wird auf dual-use-Güter beschränkt, der Iraq darf unter internationaler Aufsicht Öl bis zum Umfang seiner OPEC-Quote von 1990 exportieren. Da USA / GB weiterhin weiterhin von der Gefahr einer aggressiven irakischen Außenpolitik ausgehen, setzen sie durch, das die no-fly-restrictions bestehen bleiben. Diese werden ergänzt durch eine amerikanische Sicherheitsgarantie für die quasi-autonomen kurdischen Gebiete im Nordirak.

2. Was macht Saddam Hussein?
Der Diktator nutzt die neue Bewegungsfreiheit und die zusätzlichen Einnahmen für:
a) ein verdecktes Modernisierungsprogramm seiner konventionellen Streitkräfte
b) eine leichte Verbesserung der Lebensverhältnisse (Medikamente, Nahrungsmittel, utilities) der irakischen Bevölkerung, um die Akzeptanz des Regimes im Inneren zu sichern
c) den Luxuskonsum der herrschenden politischen Klasse und wichtiger Funktionseliten (Sicherheitsapparat, Ölindustrie)

3. Kommen wir nun zurück zur Ausgangsfrage: warum sollte Saddam eine fundamental-islamistische Terrorgruppe wie Al Quaida im Iraq (AQiI) ins Land holen bzw. ihren Aufbau im Irak hinnehmen? Antwort: für ein solches Verhalten gibt es KEINEN logischen Grund.

Saddam Hussein hat - trotz seines zur Schau getragenen Bekenntnis zum Islam - immer jegliche Opposition mit allen Mitteln unterdrückt. Dazu gehörten auch Institutionen, die er aufgrund ihres Selbstverständnisses als potentielle Bedrohung für den Alleinherrschaftsanspruch seines Regimes angesehen hat. Beispiel dafür ist die systematische Verfolgung des schiitischen Klerus. Aber auch sunnitische Eliten, die sich nicht bedingungslos unterordneten, wurden bekämpft und unterdrückt.

Umgekehrt steht das Regime Saddam Husseins für alles, was AGiI bekämpft: ein mit dem Westen kollaborierendes, säkulares Regime, dass lieber einen ölreichen islamischen Nachbarstaat überfällt, als den Dschihad gegen die Ungläubigen zu unterstützen, trotz religiöser Lippenbekenntnisse im Alltag die systematische Verletzung der islamischen Rechtsvorschriften hinnimmt, die begrenzte Emanzipation von Frauen zuläßt, die schiitische Häresie toleriert (solange diese den Herrschaftsanspruch ds Regimes nicht in Frage stellt), das durch die dekadente verwestlichte Lebensweise seiner Führungsschicht die arabischen Massen vom wahren Glauben entfernt usw.!

Warum also sollte Saddam Hussein also eine solche potentielle ideologische und militärische Bedrohung durch eine nicht kontrollierbare Gruppe von Ausländern, die über gute Kontakte zu wahabistischen Kreisen des Erzfeindes Saudi-Arabien verfügen, hinnehmen?

Und um das klassische Terror-Argument auszuschließen: selbst wenn man von der unrealistischen Annahme ausgeht, dass Saddam AQiI benutzt hätte, um Anschläge gegen die Feinde im Westen ausführen zu lassen - worauf er in den zwölf Jahren nach der Niederlage im ersten Golfkrieg wohlweislich verzichtet hat - warum sollte er so blöd sein und eine Stationierung einer solchen Terrororganisation im Irak zu erlauben? Was passieren würde, wenn eine Gruppe von AQiI einen Anschlag der Qualität 9/11 in den USA oder Europa verüben würde - und man wirklich NACHWEISEN könnte, dass diese Operation von irakischem Territorium aus geplant und vorbereitet wurde - konnte er ja in Afghanistan live und in Farbe beobachten.

Conclusio: es gibt kein rationales Argument für die Existenz von AQiI - wenn die USA nicht 2003 in den Irak einmarschiert wären. Oder zugespitzt formuliert: ein Ergebnis der Invasion ist die Etablierung einer terroristischen Basis am Persischen Golf.

Anton

@Anton
"Wenn Sie ein bißchen was von Logik und Methodologie der Sozialwissenschaften verstehen würden, wüßten Sie, dass man ein Ereignis in einer fiktiven Zukunft (Was wäre gewesen, wenn ...) nicht BEWEISEN kann."
Keine Frage - stimmt! Wer hat was anderes behauptet? Und DU kannst auch nicht wissen, dass es so stattgefunden hätte. Ein dumme Spekulation - wie Du es selbst sagst.

Das war der Punkt - Du musstest in Deiner Arroganz mal wieder Dein Maul aufreissen und was behaupten, was Du nicht beweisen und schon gar nicht wissen kannst!

Was Deine restlichen Spekulationen und Vermutungen betrifft - schön zu sehen, wie Du Dich in einen Irren reinversetzen kannst. Und nennst Saddam rational?

Auf jeden Fall amüsant! :-)

"Es gibt weder DEN irakischen Widerstand, noch eine im ganzen Irak einheitliche Sicherheitslage."

"Da es sowenig DIE irakische Bevölkerung gibt, wie DEN Widerstand ist diese Behauptung schon sprachlogisch schlicht Unsinn. Das Wesen eines Bürgerkrieges besteht ja gerade in dem bewaffneten Kampf zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich nach ethnischen, religiösen sozialen Kriterien unterscheiden..."

Toni, du bist es, der es ja nicht so mit der Logik hat. Du bist auch zu eingebildet, um zu merken, dass du die von Paul aufgezählten Irrtümer nicht ausräumst, sondern verschlimmbesserst.

Ist ja ganz richtig, dass es nicht DIE irakische Bevölkerung gibt, aber deswegen gibt es auch nicht den Bürgerkrieg zwischen Bevölkerungsgruppen oder in deiner Terminologie, Fraktionen, die sich nach ethnischen, religiösen und sozialen Kriterien unterscheiden. Wenn es denn so wäre, würde in jedem Land dieser Erde permanent Bürgerkrieg herrschen.

Weder ein Staat, noch eine Partei oder irgendwelche Fraktionen, obwohl es welche gibt die das anders sehen, ist eine Wertegemeinschaft. Alle diese "Formationen" bestehen aus Individuen und die haben nun einmal alle sehr unterschiedliche Werte die eventuell kompatibel sind, aber zumeist miteinander konkurrieren, und das sogar zumeist bei einem einzelnen Individuum. (So gibt es eben auch Individuen, die z.B. das Fahrrad als hohes Kulturgut (Wert) einschätzen und trotzdem nur Auto fahren). Wertepluralismus ist die Voraussetzung des friedlichen, zivilisierten Zusammenlebens und somit Demokratie, nicht Demokratie, gedacht als Wertegemeinschaft. Um es noch komplizierter zu machen, die Wertschätzungen eines Individuums verändern sich im Laufe Lebens mehrmals und manchmal sogar innerhalb eines Tages, was in deiner (unterkomlexen) Logik gar nicht vorkommen kann. Für dich besteht natürlich Wertepluralismus nur aus Vorurteilen, die man natürlich bekämpfen muss.

Deine Logik funktioniert ungefähr so: Alle Individuen haben einen Ödupuskomplex. Deswegen hassen alle G.W.Bush (böse Vaterfigur). Frauen haben keinen Ödipuskomplex, also sind sie keine Individuen, (islamistische Variante: Keine Menschen) sondern eine soziale Gruppe.

Du hast hauptsächlich das Problem, das du deine ständig wiederholte, absolut unterkomplexe Parole; "Kein Blut für Öl", für moralisch wertvoller hälst als Pauls Verballhornung derselben. Vermutlich waren dir auch die "Blauen Ameisen" in chinesischen Großstädten mehr wert, als die dekadenten Chinesen und Chinesinnen von heute, die es wagen jeden Tag andere und unterschiedliche Kravatten, Socken und Blusen zu tragen. Welch ein Chaos!

"Blauen Ameisen"
LOL - sehr guter Vergleich!

@ alibaba / S1IG

"Es gibt eine Grenze nach unten ... Es lohnt nicht. So tief kann man nicht schießen."
Kein weiterer Kommentar.

Anton

@ S1IG/alibaba

Zu lustig, wie Anton andauernd von AQiI redet, nur um zu vermeiden zuzugeben, daß Bin Laden keine Zeitmaschine hatte, mit der er in die Clinton-Jahre gereist ist, um als Vergeltung für den Irakkrieg den 11. Septmber zu planen.

@ anton

Siehst du, jetzt habe ich dich genau da, wo ich dich schon immer haben wollte.

Du vergisst ständig, dass ich hier eigentlich nur virtuell mit dir diskutiere. Im richtigen Leben würde einen aufgeblasenen Fatzke wie dich nicht mal mit dem Arsch angucken.

Aber sicherlich wirst du auch diese Möglichkeiten, die das www dir bietet nicht richtig zu würdigen wissen.

@Paul
LOL - ich sehe den Terrorpaten zwischen den Morlocks rumspringen....

Aber im Ernst: Er redet doch nur von AQ, weil er verschleiern will, das Saddam Terroristen unterstützt hat. Dabei vertut er sich immer wieder - das gilt auch, wenn er vor lauter Wut immer wieder Unsinn postet. Er ist dann im "bockiges Kind"-Mode. Die Krönung sind dann Kommentare, wo er u.a. den Hass und die Unterdrückung von Volks- oder Glaubensgruppen als Vorteil darstellt.

Besonders lustig fand ich, wie er schon wusste was Saddam gemacht hätte(!). "Hätte", "wenn" und "aber" in Bezug auf eine irren Diktator.

Anton sagt: "Conclusio: es gibt kein rationales Argument für die Existenz von AQiI - wenn die USA nicht 2003 in den Irak einmarschiert wären."
Und diese Aussage ist in Deutschland doch common sense. Aber stimmt sie denn?
Erpresst ein repressives, brutales und säkulares System, wie Saddams Diktatur denn keinen islamistischen Terrorismus? Beim Terror gegen Israel ist so etwas doch häufig eine Erklärung für die Entstehung von Hamas und Feinde. Vielleicht gab es damals schon islamistische Terroristen im Irak und Saddam, der alte Fuchs, hat es geschaft sie nieder zu halten. Dann könnte man sich aber Fragen, ob die Amerikaner die irakischen Islamisten radikalisiert haben, oder ob sie nur nicht so geschickt wie Saddam sind. Irgendwie verstehe ich das alles nicht.
Gruß Schmock

Ich bleibe dabei: Besser das Schlachtfeld der al Qaida ist der Irak als eine amerikanische Großstadt. Frei nach Bush: We fight them there, so that we don't have to face them here at home.

@ Paul & seine Dummschwätzer

Da ihr euch regelmäßig nicht an das erinnern könnt / wollt, was ihr drei Zeilen früher geschrieben habt:

- der Beitrag "Cut & Run mal andersrum" bezog sich explizit auf AQiI. Alle zitierten Aussagen kommentierten die Erfolge der amerikanischen Truppen bei der Bekämpfung von - AQiI. Hätte ich mich darauf nicht bezogen, hätte Paul mir vorgeworfen, dass ich amerikanische Erfolge im Kampf gegen den Terror grundsärtzlich ignoriere.

- die Aufforderung, meine These, ohne Invasion hätte es AQiI nie gegeben, zu begründen, kam von S1IG. Er hat sogar einen BEWEIS verlangt. Dass diese Antwort zu einer fiktiven Zukunft das Konditional II benutzt, liegt an der Grammatik der deutschen Sprache. Näheres in der Einführung zum Duden.

Da ihr auf meine Antworten nichts zu erwidern habt, versucht ihr, die Diskussion lächerlich zu machen - ziemlich armselig.

Ansonsten:

schmock) "Dann könnte man sich aber Fragen, ob die Amerikaner die irakischen Islamisten radikalisiert haben ..." Kann man, muß man aber nicht. Weil die Belege täglich in den Nachrichten kommen.

anita) "Besser das Schlachtfeld der al Qaida ist der Irak als eine amerikanische Großstadt." Dieser Gegensatz ist falsch, weil AQiI nicht mit der "klassischen" Al Qaeda identisch ist und beide Gruppen unabhängig voneinander operieren. Dieser Sachverhalt wurde mittlerweile von renommierten Antiterror-Experten wiederholt festgestellt - nur Bush kann bzw. will den Unterschied nicht begreifen. Allenfalls könnte man argumentieren, dass die Besetzung des Iraq die Rekrutierung neuer Attentäter für islamistische Terrorgruppen - von Marokko bis Indonesien - erleichtert hat.

alibaba) Ob in einem Staat ein Bürgerkrieg ausbricht, hängt nicht vonn der Pluralität seiner Gesellschaft, nicht einmal von der Schärfe der (sozialen, religiösen, ethnischen) Gegensätzein ihr. Sondern von der Bereitschaft und der Fähigkeit der verschiedenen Parteien, Fraktionen, Stämme, Volksgruppen zur Durchsetzung ihrer Interesen Gewalt anzuwenden - und von der Fähigkeit der herrschenden Regierung diese Gewaltanwendung zu verhindern. Deswegen haben wir einen Bürgerkrieg im Iak und nicht in Brasilien oder Bangladesch.

not amused
Anton

P.S. alibaba, ihr Problem ist: egal wie oder wo wir diskutieren - Sie werden immer den Kürzeren ziehen.

@ toni

Wie schon gesagt, die Wahrscheinlichkeit mit mir mal irgendwo anders als auf diesem Blog zu diskutieren, ist gleich Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass du hier die Definitionsmacht über kurz und/oder lang hast ist unendlich gering. Also, wer hat hier ein Problem?

@ alibaba

Offensichtlich Sie.
Anton

@Anton
"Der Beitrag "Cut & Run mal andersrum" bezog sich explizit auf AQiI."
Da irrst Du Dich - die Irrtümer wurden an Hand von AQ-Beispielen beschrieben. Den Rest machst DU daraus - einfach gleich von Anfang an aufpassen.

Ich habe hingewiesen, das Du was behauptest, was Du nie beweisen kannst. Du hast Kaffeesatz-Leserei betrieben, Orakelei, Spekulation um Deine Argumenation zu stützen. Das sollte für einen "Wissenschaftler" wie Dich doch schlechter Stil sein und hat nichts mit Methodologie oder Logik zu tun.
Nun ist der Jammer wieder gross, weil der arrogante Sozialwissenschaftler sich einen Schuss ins virtuelle Knie verpasst hat.

Aber immer hin hast Du ja ein wenig gelernt:

"Allenfalls könnte man argumentieren, dass die Besetzung des Iraq die Rekrutierung neuer Attentäter für islamistische Terrorgruppen - von Marokko bis Indonesien - erleichtert hat."

"Könnte man argumentieren" - weil es dafür dummerweise keinen Beleg gibt. Deswegen ist das nur eine Behauptung von Anton.

@ S1IG

`"Könnte man argumentieren" - weil es dafür dummerweise keinen Beleg gibt. Deswegen ist das nur eine Behauptung von Anton.´

Und der ist der einzige, der die ungeheuerliche These vertritt, dass der Irakkrieg den Terrroristen nutze - ohne Fakten & Argumente dafür bringen zu können, und nur aus seinem verblendeten Bush-Hass. Wie man aus den folgenden Presseberichten klar ersehen kann:

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/09/23/AR2006092301130.html

http://www.nytimes.com/2006/09/24/world/middleeast/24terror.html?pagewanted=2&ei=5088&en=da252be85d1b39fa&ex=1316750400&partner=rssnyt&emc=rss

Und hier die Einschätzung der amerikanischen Nachrichtendienste über die Wirkung des Irakkrieges auf die Ausbreitung des islamistischen Terrors in der Zusammenfassung:

http://www.globalsecurity.org/intell/library/reports/2006/nie_global-terror-trends_apr2006.htm

Trotz dieser vernichtenden Bewertung zu den bisherigen Ergebnissen des "war on terror" veröffentlicht die Bush-Admininstration weiterhin Berichte, die wesentlich positiver ausfallen, als die Einschätzung der eigenen Fachleute:
http://www.whitehouse.gov/nsc/waronterror/2006/waronterror0906.pdf

Aber dass sollte nach der Vorgeschichte zur Erhebung bzw. zur Konstruktion der `Beweise´ für die Existenz irakkischer WMD niemanden mehr wundern. An Ihrer Stelle würde ich einfach mal den bekannten Rat von Dieter Nuhr befolgen.

Anton

@ S1IG
Der toni ist eben der Meister des Konjunktivs und des fiktiven Beweises. Aber von Wahrscheinlichkeitsrechnung und Spieltheorie hat der loser keinen blassen Schimmer.

@ toni

Du willst mein Problem sein? Negativ!!!

@Anton
"Dieser Gegensatz ist falsch, weil AQiI nicht mit der "klassischen" Al Qaeda identisch ist und beide Gruppen unabhängig voneinander operieren. Dieser Sachverhalt wurde mittlerweile von renommierten Antiterror-Experten wiederholt festgestellt - nur Bush kann bzw. will den Unterschied nicht begreifen."

Genau davon wird der nächste Eintrag in meinem Blog handeln. Kannst ja mal vorbei schauen (www.loyalbushie.blogspot.com) ;-)

"Allenfalls könnte man argumentieren, dass die Besetzung des Iraq die Rekrutierung neuer Attentäter für islamistische Terrorgruppen - von Marokko bis Indonesien - erleichtert hat."

Ja, KÖNNTE man. Und? Die Konsequenz wäre Appeasement vom feinsten: Wir rühren nicht mal mehr den kleinen Finger, damit euch auch ja nicht ein Halbgestörter mehr hinterher läuft. Nur leider hat so was noch nie funktioniert.

@Anton
Natürlich sind Sie nicht der einzige, der die THESE vertritt. Wo stand was anderes?

Letzlich kann aber niemand sagen, ob es mit Saddam nicht viel schlimmer oder besser geworden wäre. Und das ist der Punkt, den Du einfach nicht begreifen willst. Oder DU bist den Morlocks schon begegnet, was ein gewisses Maß an Neid auslösen würde!

Und an welcher Stelle waren die WMD des Irak Thema? Du lenkst doch nur ab, du armer Tropf!

@Anton
In den Nachrichten kommen täglich Berichte über Gewalt im Irak und nicht wie zu dieser Gewalt kommt. Die Entstehung von Terrorismus und Totalitarismus halte ich für ein sehr kompliziertes Phänomen, die Erklärungen in den Medien halte ich nicht für ausreichend. Eigentlich wollte ich eine Diskussion darüber anregen, aber ich weiss nicht ob Sie daran interessiert sind, schliesslich bezeichnen Sie Ihre Gesprächspartner als Dummschwätzer.
Gruß Schmock

@ Schmock

Die drastische Bezeichnung "Dummschwätzer" richtete sich nicht gegen Sie, sondern gegen "alibaba" und "S1IG". Wer, wie diese beiden, ständig mit persönlichen Angriffen, Diffamierungen und Beleidigungen arbeitet, darf sich über das Echo nicht wundern. Sollten Sie sich angesprochen gefühlt haben, so möchte ich Sie hiermit ausdrücklich um Entschuldigung bitten.

Der Vorschlag zu einer Diskusion über die URSACHEN des fundamentalislamisch begründeten Terrorismus in der Form von Al Quaeda auf NBFS ist m.E. überfällig und wird von mir ausdrücklich begrüßt. Ob Sie dabei mit dem analytischen Instrumentarium der Totalitarismusthorie weit kommen werden, bezweifle ich zwar, aber ich bin auf Ihre Beiträge gespannt.

mfG
Anton

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