Ermordete US-Soldaten: Irakischer General spricht von barbarischer Tötung
Die beiden im Irak verschleppten US-Soldaten sind tot. Nach Angaben eines irakischen Generals wurden sie auf "barbarische Weise" getötet. In einem Bekennerschreiben von al-Qaida heißt es, den Männern sei "die Kehle durchgeschnitten worden".
[...] In Bagdad und im Süden des Landes wurden heute unterdessen erneut schwere Anschläge verübt. Mindestens 9 Menschen starben, mehr als 50 wurden verletzt. Der schwerste Anschlag ereignete sich inmitten eines belebten Marktes in der Hauptstadt im östlichen Viertel Dschamila. Die Autobombe riss nach Angaben der Polizei 7 Menschen in den Tod und fügte mindestens 18 Menschen Verletzungen zu.
[...] Auch außerhalb der Hauptstadt riss die Welle der Gewalt nicht ab: In der südirakischen Stadt Basra attackierte ein Selbstmordattentäter eine Gruppe älterer und behinderter Einwohner, die gerade ihre Rente abholen wollten. Fünf Menschen wurden verletzt. Es wurde aber befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte.
Widerstand. Rebellen. Guerilla. Berechtigte Anliegen. Kampf gegen die Besatzer. Kein Blut für Öl. Nieder mit dem US-Imperialismus.
Kriegsgefangenen die Kehle durchgeschnitten. Die Besucher eines Marktplatzes in die Luft gesprengt. Alte und Behinderte angegriffen.
Man kann die irakischen Demokraten unterstützen. Man kann es auch lassen. Jeder muß letztlich selber wissen, wo er steht.

Ich dachte, im Irak laeuft alles praechtig. Ich dachte, die Demokratie ist auf dem Vormarsch und nach dem Tod Zarqawis ist die Aufstandsbewegung am Ende. Was soll nun diese Miesmacherei?
A propos irakische Demokraten. Damit meinst du wohl SCIRI, der die groesste Fraktion im irakischen Parlament anfuehrt. Wie kann man die am besten unterstuetzen? Vielleicht, indem man zur Kenntnis nimmt, was sie sagen:
'Leader of the United Iraqi Alliance and Leader of the Supreme Council for the Islamic Revolution in Iraq (SCIRI) Abdul Aziz al-Hakim here Saturday referred to Iran-US talks on Iraq and the relations of this country with the US and said that pursuing the issue is in the interest of Iraqi nation... Hakim said that Iran's government has continuously confronted Saddam Hussain's regime and incurred great loss in this regard, adding that the Iraqi people will always keep this in mind.
"After Saddam's downfall, Iran has continued to support the Iraqi nation and Iranian Foreign Minister Manouchehr Mottaki was the first official to visit Iraq after formation of its new government," he added.
He stressed that his country's government and nation are willing to have strong ties with Iran, adding that this is due to Iran's clear stance, their common borders and the power of Iran in the region... He said that the Iraqi nation and government is interested in having good relations with all Arab and Islamic states and called on them to to follow Iran's policy to support Iraqi nation.' (http://www.irna.ir/en/news/view/line-24/0606173523162653.htm)
"Irakische Demokraten" wollen gute Beziehungen zum Iran. (Sunnitische) Terroristen wollen Krieg mit dem Iran. Bin gespannt, ob deine Unterstuetzung fuer die demokraten mehr als nur Rhetorik ist.
Kommentiert von: piglet | Dienstag, 20. Juni 2006 um 22:22 Uhr
@ paul
bevor die verschwörungstheoretiker wieder zuschlagen: ich lege wert auf die feststellung, dass ich nicht "piglet" bin, obwohl ich vielen seiner kommentare - weitgehend - zustimme.
ansonsten: welche irakischen demokraten?
meinst Du vielleicht:
- al sistani - den kommenden großayatollah der Islamischen Republik Rest-Irak
- al jaafari - den organisator der organisierten nicht-zuständigkeit in sachen menschenrechte und rechtsstaat
- chalabi, der erfolgreich den CIA verarscht und im ganzen Nahen Osten abgesahnt hat
- al sadr, den volkstribun der verarmten schiitischen massen, der vom raussschmiss der amerikaner träumt, um endlich mit der sunnitischen zivilbevölkerung abrechnen zu können
- die spezialisten für korruption und chaos im ölministerium und in den scheinfirmen, über die die aufträge an halliburton & friends laufen
- die organisatoren der entführungsindustrie und sonstigen wegelagerer in Basra, Baghdad und anderswo
- die sunnitischen "volksvertreter", die sich fast vollständig aus den stammesführern, provinzfürsten und technokraten des saddam-regimes rekrutieren
- von den schiitischen todesschwadronen und den sunnitischen bombenlegern ganz schweigen.
die einzigen organisationen im heutigen Irak, die für sich in anspruch nehmen können, über - halbwegs - funktionierende interne demokratische strukturen zu verfügen und wirklich die interessen einer bevölkerungsgruppe bzw. einer region zu vertreten - sind die kurdischen parteien. nur die wollen alles mögliche, aber keinen Irak.
auch drei jahre nach dem sturz saddams wäre es unfair im Irak eine perfekte demokratie zu erwarten. aber was wir jetzt haben ist das perfekte chaos. und dessen beendigung wird eher auf den permanenten ausnahmezustand hinauslaufen - wenn der zerfall des Irak überhaupt noch zu stoppen ist.
ivan grosny
Kommentiert von: ivan grosny | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 00:38 Uhr
@ piglet
Was heißt im Krieg schon prächtig (dazu müßten die Terroristen einen deutlich höheren Intelligenzquotienten haben und ihre Niederlage allmählich einsehen)? Insgesamt läuft es aber durchaus erfolgversprechend. Und wie immer es läuft, es läuft um Klassen besser als bei jedem Deiner Gegenvorschläge, wie man es hätte noch besser machen können.
Natürlich ist die Situation nicht perfekt, aber wenn sie das wäre, könnten die multinationalen Streitkräfte ja sofort auf einen Schlag abziehen. Sie müssen aber vorerst noch dableiben, gerade damit es eines Tages prächtig läuft. Und das tut es ganz gewiß nicht, wenn man die Macht wieder an die Faschisten zurückgibt oder vor den Islamisten kapituliert.
Was die irakischen Demokraten betrifft, so darf ich daran erinnern, wie das halbe Abendland gezittert hat, als in der Türkei Erdogans Islamisten an die Macht kamen. Und gemessen an den Umständen schlagen sich die irakischen Demokraten erstaunlich gut. Du solltest Dich also vielleicht langsam damit abfinden, daß auch Araber demokratiefähig und keine Barbaren sind, die die starke Hand des Führers brauchen.
Im übrigen ist das von mir hier gesagte keine militärische Bewertung der Lage, sondern eine moralische Bewertung der Kriegsgegner. Das würde auch gelten, wenn es sich hier um die einzigen drei Anschläge im Irak handeln würde. Was die Frage angeht, ob Du auf Seiten der irakischen Demokratie stehst oder nicht, so hast Du die meiner Ansicht nach hinreichend beantwortet.
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 08:10 Uhr
@ ivan grosny
"bevor die verschwörungstheoretiker wieder zuschlagen: ich lege wert auf die feststellung, dass ich nicht "piglet" bin, obwohl ich vielen seiner kommentare - weitgehend - zustimme."
Nein, so eine Überraschung aber auch.
"[...] die einzigen organisationen im heutigen Irak, die für sich in anspruch nehmen können, über - halbwegs - funktionierende interne demokratische strukturen zu verfügen und wirklich die interessen einer bevölkerungsgruppe bzw. einer region zu vertreten - sind die kurdischen parteien. nur die wollen alles mögliche, aber keinen Irak."
Schön, daß Du wenigstens das zugibst. Selbst wenn die Araber im Irak ihre Chance auf Demokratie am Ende in den Wüstensand setzen sollten, so wäre alleine die Befreiung Kurdistans schon Grund genug, George Bush zu danken.
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 08:15 Uhr
Paul13, wie immer drueckst du dich um die schwierigen Fragen. Wie ist das nun mit al-Hakim? Worin besteht denn deine Unterstuetzung fuer diesen und andere Demokraten? Ich wiederhole mich ungern, aber ich wuesst doch gern, wo du stehst: '"Irakische Demokraten" wollen gute Beziehungen zum Iran. (Sunnitische) Terroristen wollen Krieg mit dem Iran.' (piglet)
'Man kann die irakischen Demokraten unterstützen. Man kann es auch lassen. Jeder muß letztlich selber wissen, wo er steht.' (paul13)
Kommentiert von: piglet | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 18:44 Uhr
@ piglet
Also wenn sich hier jemand vor irgendetwas drückt, dann sind das Leute wie Du oder Ivan, die ganz offenkundig denken, aber sich nicht direkt zuzugeben trauen, daß ihnen die Herrschaft Saddam Husseins nicht weniger legitimiert erscheint als die erste frei gewählte Regierung im Irak.
Folglich müßte ich nicht mal mit Dir reden. Macht aber Spaß, deswegen kriegst Du auch Deine Antwort. Aber denk dann mal dran, selber nicht auszuweichen und KONKRETE und bessere Alternativen zu den freien Wahlen im Irak zu nennen. Ich gebe Dir jetzt die gewünschte Antwort, dann bist Du am Zug. Zumindest wenn Du weiter mitspielen willst.
Also, ich denke, man sollte der Regierung al-Maliki erst mal eine Chance geben. Die haben wir schon ganz anderen Leuten gegeben, dann soll auch ein al-Hakim sie kriegen. Ich erinnere nur an einen gewissen Yassir Arafat, der hat sie weit schlechter genutzt und sogar einen Friedensnobelpreis dafür bekommen. Also gemach!
Die SCIRI wurde gewählt, und wenn sie sich am Ende wie Erdogans AKP zu einer Art islamischer CDU entwickelt, warum nicht? Sollte sie die Macht nicht wieder hergeben und versuchen eine neue Diktatur zu errichten, kann man ja immer noch putschen. Aber eine Legislaturperiode muß man damit schon warten. Oder findest Du nicht? ;-)
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 19:05 Uhr
"Und das tut es ganz gewiß nicht, wenn man die Macht wieder an die Faschisten zurückgibt oder vor den Islamisten kapituliert. Was die irakischen Demokraten betrifft, so darf ich daran erinnern, wie das halbe Abendland gezittert hat, als in der Türkei Erdogans Islamisten an die Macht kamen."
Was soll man mit diesem Geschwurbel anfangen? Man soll also Demokraten unterstuetzen und nicht vor den Islamisten kapitulieren. Sehr schoen. Wenn aber die Demokraten die Islamisten sind, oder umgekehrt, was dann? Als Erdogan gewaehlt wurde, waren es doch vor allem die Leute von deiner Fraktion, die gezittert haben. Wer hat denn jahrzehntelang dem tuerkischen Militaer die Stange gehalten als Bollwerk gegen Sozialismus und Islamismus? Waren das nicht zufaellig die USA und ihre Verbuendeten? Wer hat denn den Militaerputsch gegen die demokratisch gewaehlten Islamisten in Algerien begruesst? Die westlichen Bannertraeger der Demokratie, fast ohne Ausnahme. Wer droht denn den Palaestinensern mit noch mehr Elend, seit sie die falsche Partei gewaehlt haben? Und wer droht der gewaehlten iranischen Regierung mit Krieg? (Tip: jemand, der selber nur durch Wahlbetrug an die Macht kam).
Ach ja, und a propos Demokratie: wer hat versucht, den zwei mal gewaehlten venezolanischen Praesidenten wegzuputschen? Welche Ausrede hast du dazu zu bieten? Das war dein bewunderter, angeblich so moralischer, idealistischer, angeblich so auf Demokratie erpichter Praesident GWB, der versucht hat, ein Land ins Chaos zu stuerzen und der Demokratie den Garaus zu machen, nur weil die Profite der Oelindustrie auf dem Spiel standen.
Soso, "auch Araber sind demokratiefähig", wie gnaedig von dir. Wobei demokratiefaehig zu uebersetzen ist mit "geeignet als Ziel idealistisch verbraemter Demokratisierungskriege". Ich hab noch ne Neuigkeit fuer dich: die Araber sind auch nicht bloed. Nicht bloed genug, um die Neocon-Maerchen zu glauben. Nicht bloed genug, um nicht den Widerspruch zwischen den proklamierten "westlichen Werten" und der praktizierten Realitaet zu erkennen. Und nicht bloed genug, um ernsthaft zu glauben, dass es im Irak "erfolgversprechend" laeuft.
Kommentiert von: piglet | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 19:22 Uhr
@ piglet
Wie gesagt, jetzt bist Du an der Reihe. Was sind Deine KONKRETEN Alternativen? Vorher läuft nichts. Obwohl ich fürchterlich gerne auf dieses Posting eingehen würde.
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 19:34 Uhr
"daß ihnen die Herrschaft Saddam Husseins nicht weniger legitimiert erscheint als die erste frei gewählte Regierung im Irak."
Das ist die falsche Antwort auf die falsche Frage. Tatsache ist, der Angriffskrieg der USA mit anschliessender Besatzungsherrschaft war genauso illegitim wie die Herrschaft Saddam Husseins.
"Also, ich denke, man sollte der Regierung al-Maliki erst mal eine Chance geben. Die haben wir schon ganz anderen Leuten gegeben, dann soll auch ein al-Hakim sie kriegen...
Die SCIRI wurde gewählt, und wenn sie sich am Ende wie Erdogans AKP zu einer Art islamischer CDU entwickelt, warum nicht? Sollte sie die Macht nicht wieder hergeben und versuchen eine neue Diktatur zu errichten, kann man ja immer noch putschen."
Wie goennerhaft. Man sieht, dass du wirklich nur das beste fuer diese Araber willst. Ein wahrer Demokrat.
Kommentiert von: piglet | Mittwoch, 21. Juni 2006 um 19:35 Uhr
Was müssen wir tun, um diese Viecher zu kriegen? Es halte es ja nicht für nötig, ihnen auch die kehle durchzuschneiden, das wäre ja mittelaterlich und ineffizeint - une balle a la tete!
Kommentiert von: Spruance | Freitag, 23. Juni 2006 um 22:04 Uhr
@ spruance
da ich nicht weiß, wer "wir" ist und um die heuchelei zu begrenzen, hier einige hinweise:
1. in allen eliteeinheiten moderner armeen (auch denen der amerikanischen streitkräfte)wird das töten von feinden mittels durchschneiden der kehle geübt und ist für "verdeckte operationen" SOP - standard operating procedure.
2. ich weiß nicht, warum es so viel barbarischer ist jemandem die kehle durchzuschneiden, als ihn zu erschießen, ihn zu verbrennen oder ihn zu bombardieren.
3. bleibt die tatsache, dass al quaida gefangene tötet. dabe handelt es um einen klaren verstoß gegen internationale rechtsnormen = kriegsverbrechen. allerdings habe ich über die kriegsführung im Irak in der letzten zeit merkwürdige gerüchte gehört ...
und schließlich:
4. was Deinen wunsch betrifft "diese viecher zu kriegen" - ich schreibe mal die menschenverachtende wortwahl der aktuellen aufregung zu - so wird das weder den besatzungstruppen, noch den irakischen streitkräften gelingen. einfach weil es "sie" nicht gibt: al qaida war nie eine straff geführte organisation mit rangstufen und mitgliedsausweisen, sondern ein loses netzwerk weitgehend unabhängig voneinander operierender gruppen mit - meistens - einheitlicher zielsetzung.
im Irak ist mittlerweile nicht mal die befehlsspitze al quaidas eindeutig identifizierbar, geschweige die einzelnen mitglieder. dazu kommt, dass die nächsten anschläge / entführungen nicht von al zarquawis nachfolger sondern von dem berüchtigten Abu Mussab Ben Nobody oder seinem mitstreiter Ali Achmed al-unknown ausgeführt werden. und die vorstellung diese aufspüren zu können, weil man irgendwo einen lap-top gefunden hat, ist so abenteuerlich, dass sie wohl wirklich von der CIA kommt.
nun könnte man die hoffnung habe, dass al qaida nur über ein beschränktes reservoir von kämpfern verfügt und wenn man nur lange genug welche tötet sind die dann irgendwann alle. die erfahrungen der letzten zeit stützen diese einschätzung allerdings nicht. so wenig, wie den verzweifelten wunsch von paul, dass die Taliban in afghanistan demnächst angriffsunlustig werden und friedlich aussterben.
ivan grosny
Kommentiert von: ivan grosny | Samstag, 24. Juni 2006 um 12:55 Uhr
"ivan grosny"
kannst Du nicht einfach mal den Rand halten.
3. bleibt die tatsache, dass al quaida gefangene tötet. dabe handelt es um einen klaren verstoß gegen internationale rechtsnormen = kriegsverbrechen.
Dass Barbarei ein Verstoss gegen "internationale Rehtsnormen" ist, das ist ja eine tolle Erkenntnis.
al quaida hat auch keine gefangenen, weil sie gar keine kriegspartei sind, deshalb ist auch der rest dieses mit halboffiziöser Terminologie angereicherten Geblubberes Schwachsinn.
einfach mal den Rand halten.
Kommentiert von: paul13_1/2 | Samstag, 24. Juni 2006 um 13:40 Uhr
@ paul13 1/2
das kompliment kann ich zurück geben. den rand halten wäre klüger gewesen. weil: wer bestimmt denn im zweifelsfall wer kriegspartei ist oder nicht?
kleines beispiel: vor einiger wochen hat mich paul aufgefordert doch mal endlich konstruktive vorschläge für das weitere vorgehen der USA / irakischen regierung im Irak zu machen. abgesehen davon, dass ich solches nicht als meine aufgabe betrachte bestand einer dieser überlegungen in dem vorschlag, direkte verhandlungen mit der sunnitischen guerilla aufzunehmen.
riesengeschrei von paule: keine verhandlungen, alles terroristen usw. kannst Du auf diesem blog nachlesen.
mittlerweile wollen talabani und al-maliki verhandlungen (und führen sie wahrscheinlich im geheimen schon).
jetzt stell Dir vor, al quaida bzw. eine al quaida nahestehende gruppe nimmt erneut amerikanische soldaten gefangen und erklärt sich bereit, über deren leben mit dem oberkommando der besatzungstruppen zu verhandeln. was würde passieren? verhandlungen natürlich. und was wären die verhandlungspartner der US-truppen dann?
deshalb: erst nachdenken, dann rumbrüllen ...
ivan grosny
P.S. lass Dir mal von paul die geschichte von dem piraten und alexander dem großen erzählen.
Kommentiert von: ivan grosny | Sonntag, 25. Juni 2006 um 11:12 Uhr
@Paul 13,5
Klar fuer Ivan fuehrt al quaida einen rechtmaessigen Befreiungskampf. Fuer Ivan kaempft jeder rechtmaessig, so lange er gegen die Freiheit ist. Das Muster kennen wir beim Meister Schrecklich schon lange. Er verteidigt Verbrecher wie Stalin, Saddam, Bin Laden. Irgendwann wird er in einem Anfall von Wahn auch noch Hitler verteidigen. Bloss um hier kontra zu geben.
Kommentiert von: S1IG | Sonntag, 25. Juni 2006 um 15:01 Uhr
Junge, Du redest einen dermassenen Schwachsinn, dass es sich nicht lohnt in die Einzelheiten zu gehen.
Irak-Mörder und Schlächter sind keine Kriegspartei – sie tragen keine Uniformen, sie haben keine Hoheitszeichen, sie sind keine Armee eines Landes.
Deshalb können sie auch keine Kriegsverbrechen begehen, da sie nicht mal reguläre Kombattanten sind.
Kapiert?
Und jetzt bitte endgültig Rand halten und nie mehr aufmachen, wir sind ja nicht im Politik-Grundkurs 10. Klasse und wollen uns mit dem Schwachsinn nicht weiter aufhalten, sondern jetzt wieder unter Erwachsenen diskutieren.
Tschüssikowski!
Kommentiert von: paul13_1/2 | Sonntag, 25. Juni 2006 um 15:15 Uhr
@ Sig-Sauer / paul 0,5
1. zunächst: al qaida (bin laden, zarquawi, zawahiri & Co.) kann schon deshalb keinen "rechtmäßigen befreiuungskampf" führen, weil al qaida niemanden befreien will. sie wollen die ungläubigen vertreiben, um einen (weltweiten?) islamischen gottesstaat zu errichten, aber es ging nie um die "befreiung" der Iraker, der Araber oder von sonst jemanden.
2. keine angst, ich werde Hitler nicht verteidigen. obwohl der ein richtiger staatschef war, seine leute sogar uniformen in verschiedenen farben trugen (SS schickes schwarz), jede menge hoheitszeichen hatten und sogar richtige armeen bildeten. sie haben sogar richtige kriegsverbrechen begangen!
3. im gegensatz dazu sind die meisten guerillas / milizen unzureichend ausgerüstet, bewaffnet und auch nicht immer korrekt gekleidet. aber ob die gegenseite sie als kombattanten akzeptiert ist eine reine machtfrage. historisch hat die (technisch) überlegene seite den gegner so lange kriminalisiert, so lange er militärisch unterlegen war.
(die sowjetunion hat die afghanischen muhadscheddin konsequent als "banditen" bezeichnet - bis zum abzug der Roten Armee. für die königlich britische armee waren die amerikanischen milizen des unabhängigkeitskrieges schlicht kriminelle aufrührer, die gehängt wurden - wenn man sie den kriegte).
4. sicherlich ist die kampfweise (für euch: die durchführung menschenverachtender terroristischer anschläge) der al-quaida gruppen:
- barbarisch,
- brutal,
- unmenschlich,
- verbrecherisch und sogar:
- völkerrechtswidrig.
aber welche rolle sie in zukunft im Irak spielen werden, hängt garantiert nicht davon ab, ob sie die spielregelbn einhalten oder nicht. sollten die sunnitischen aufständischen (von denen zumindest einzelne gruppen mit al quaida verbündet sind) gebiete in zentralirak erobern und kontrollieren - paule hat versprochen, dass das nie passieren wird, aber er hat sich da in der letzten zeit schon mehrfach geirrt -, dann wird die amtierende zentralregierung mit ihnen verhandeln.
oder was meint ihr, warum al maliki heute seinen schönen plan veröffentlicht hat? und wer will im nachhinein wirklich feststellen, wer wann welchen anschlag / angriff durchgeführt hat? von dem kleinkrieg zwischen volksgruppen in den stadtvierteln ganz zu schweigen.
ivan grosny
P.S. die realität ist oft grausam, deshalb wird sie sicherheitshalber in Politik 101 nur in einer sittlich gereinigter form gelehrt. sorry jungs.
P.P.S. besonders gefallen hat mir die Formulierung "Irak-Mörder".
Kommentiert von: ivan grosny | Sonntag, 25. Juni 2006 um 19:11 Uhr
@ ivan grosny
"2. ich weiß nicht, warum es so viel barbarischer ist jemandem die kehle durchzuschneiden, als ihn zu erschießen, ihn zu verbrennen oder ihn zu bombardieren."
Zum Beispiel, daß die Amerikaner den gefangenen Terroristen vor laufender Kamera langsam die Kehle durchschneiden? Ivan, Ivan, Du bist mit dieser Relativierung der Verbrechen dieses Terroristenpacks auf dem besten Wege, meinen Radarschirm zu unterfliegen.
Kommentiert von: Paul13 | Montag, 26. Juni 2006 um 08:14 Uhr
"Wie gesagt, jetzt bist Du an der Reihe. Was sind Deine KONKRETEN Alternativen?"
Alternativen zu was - zum Kapitalismus? Zum Imperialismus? Zur US-Aussenpolitik, oder irgend einer anderen? Zu diesem Blog?
Keine Ahnung, was du eigentlich willst, aber mit dem folgenden liege ich sicher nicht falsch. Grundlage jeder vernuenftigen Politik ist eine nüchterne Wahrnehmung der Realität. Mit Illusionen, Selbstbetrug, Arroganz und Grössenwahn kann man nur scheitern. Das gilt für die Durchhalteparolen von Neoconblogs genauso wie für die Kriegspolitik einer Supermacht. "Die revolutionäre Tat ist zu sagen, was ist" (Rosa Luxemurg, Ferdinand Lassalle zitierend). Paul Krugman hat viele viele lesenswerte Kolumnen darüber geschrieben, wie die Bush-Truppe auf jedem nur denkbaren Politikfeld - Innen-, Wirtschafts-, Sicherheits-, Aussenpolitik - aufs Verdrehen und Verleugnen der Tatsachen angewiesen ist. Analysen, die nicht mit der Linie übereinstimmen, selbst von politisch wohlgesinnter Seite, selbst von ausgewiesenen Experten, selbst wenn sie vom eigenen Geheimdienst- oder Militärestablishment vorgelegt werden, werden ignoriert oder lächerlich gemacht. Er hat sich so ans Lügen gewöhnt, dass er sie mittlerweile sogar selbst glaubt. Seine Politik ist so katastrophal, weil er keinen Bezug mehr zur Realität hat. Seinem Land schadet er damit mehr als jeder Terrorist es könnte. Wer solcher Politik die Stange hält wegen der (manchmal) wohlklingenden Parolen, outet sich als blökendes (bloggendes?) Schaf.
Kommentiert von: piglet | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 00:49 Uhr
@ piglet
"Alternativen zu was - zum Kapitalismus? Zum Imperialismus? Zur US-Aussenpolitik, oder irgend einer anderen? Zu diesem Blog?"
Zur Befreiung des Irak durch die USA und die Durchführung von freien Wahlen.
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 08:20 Uhr
"Zur Befreiung des Irak durch die USA "
Hahahahaha.
Kommentiert von: piglet | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 17:51 Uhr
28.6.2006
Sunni Mosque Burned
Guerrillas (likely Shiite militiamen) use mortar fire to destroy a Sunni mosque and burn down 20 shops in Shahraban near Baquba, northeast of Baghdad, on Wednesday morning.
Reuters reports the civil war violence for Tuesday. There were bombings in Baghdad, Kirkuk and elsewhere, killing some 21 persons in iraq on Tuesday.
Iraq displaced children suffer health effects, mental problems from their plight.
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AP says that a "safer Iraq" is needed for US investment. D'oh.
But this article reminds me of all the politicians (of both major parties) and bloggers who keep saying that things are just fine in Iraq and that the bad news is exaggerated by the "liberal media" (oh mythic phoenix!).
27.6.2006
Civil War Violence Leaves 60 Dead over 100 Wounded
130,000 Displaced in Past 4 Months
Sunday, June 25, 2006
23 Killed in Renewed Violence
Steve Hurst points out that the guerrilla and civil war violence has gone on in spades since Zarqawi's death. I'd make two further points. First, the daily carnage against Iraqis has been enormous in the past two weeks...
British forces seem unable to quell the rising tide of violence and insecurity in southern Iraq.
Some Iraqi veterans are already showing up back in the states as among the homeless.
Militias Oppressing Iraqi Women
The USG Open Source Center translates an article about the oppression of women in the new Iraq.
Woman's Rights Observatory on Retreat of Women's Role in Political Process
Organized acts of oppression against Iraqi women The National Observatory for the Iraqi Woma's Rights: The militias prevent women from going to the market in Karbala
...
Some 25 persons have been executed Mafia-style in Mosul during the past week. Mosul, which lies in the north, is Iraq's third-largest city.
AP also reports,
' In other parts of the country Thursday, police reported 13 other deaths tied to insurgent or death squad attacks, including six bodies that floated to the surface of the Tigris River in Kut, a city 100 miles (160 kilometers) southeast of Baghdad. '
Ein paar beliebige Auszuege aus www.JuanCole.com.
Kommentiert von: piglet | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 18:14 Uhr
@ piglet
""Zur Befreiung des Irak durch die USA "
Hahahahaha."
Alles klar. US-Intervention: Abgelehnt. Weitere Alternativen: Fehlanzeige. Übrig bleibt: Saddam Hussein. Und tschüß...
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 18:35 Uhr
was geht eigentlich am 13. Juli in Stralsund?
Fahrt Ihr witzigen Wandervögel da wieder hin als exotische Minderheit, um Euch beschimpfen zu lassen (was dem Gefühl der Auserwähltheit von Islamisten ja auf ungute Weise ähnelt, Minderheiten denken ja um so mehr, sie habenn recht, je mehr sie beschimpft werden) - oder ist die Liebe zu Bush doch nicht mehr so heiß?
Kommentiert von: paul13_1/2 | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 18:45 Uhr
@ paul13 1/2
Och, wenn da was wäre und ich Zeit hätte, wär ich da sicherlich dabei. Auf jeden Fall eher als auf der Gegenseite, wo die Friedenbewegung zusammen mit den Islamisten und den Neonazis gegen USrael demonstriert.
Kommentiert von: Paul13 | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 19:14 Uhr
das klang aber letztes Mal in Mainz euphorischer. Da seid ihr doch mit eurem politischen Schrebergartenverein noch begeistert hingefahren, ums den grenzdebilen mal ordentlich zu zeigen und sich freiwillig den Arsch abzufrieren.
Und jetzt?
OCH und "wenn ich Zeit hätte" ist die Antwort im existentiellen Kampf gegen die Schweine?
Kommentiert von: paul13_1/2 | Mittwoch, 28. Juni 2006 um 19:42 Uhr