Ausland: "Streicht diese Hilfe"
Es werden riesige Bürokratien finanziert, Korruption und Selbstgefälligkeit gefördert, Afrikaner zu Bettlern erzogen und zur Unselbständigkeit. Zudem schwächt die Entwicklungshilfe überall die lokalen Märkte und den Unternehmergeist, den wir so dringend brauchen. Sie ist einer der Gründe für Afrikas Probleme, so absurd das klingen mag. Wenn sie abgeschafft würde, bekäme das der kleine Mann gar nicht mit. Nur die Funktionäre wären schockiert. Darum behaupten sie, die Welt ginge unter ohne diese Entwicklungshilfe.
Ein sehr interessantes Interview mit dem kenianischen (!) Wirtschaftsexperten James Shikwati, das den Gutmenschen in diesem Lande sehr zu denken geben sollte. Schade, daß die Live 8-Heroen es nicht mehr rechtzeitig vor ihrem Auftritt lesen konnten (falls sie es überhaupt verstanden hätten). Denn dann hätten sie die beiden grundsätzlich sinnvollen Forderungen nach einem Schuldenerlaß für die ärmsten Länder und die Öffnung der Märkte für die III. Welt nicht durch die Forderung nach einer weiteren Aufstockung der Entwicklungshilfe entwertet.
Denn wie bemerkte im Zusammenhang mit der Forderung, die Agrarsubventionen der USA und der EU einzustellen, kürzlich ein kluger Kopf: "Wenn es uns gelingt, den Handel vollständig zu liberalisieren, und wenn die westlichen Märkte den afrikanischen Ländern offenstehen, würde diesen so weit geholfen, dass man ihnen keine Hilfsgelder mehr überweisen müsste." Da hat er zweifellos recht. Nur zu dumm, daß es sich hier nicht um Bob Geldof handelt oder die Tote Hose Campino. Sondern um George Bush. Da muß er wohl erst noch Gitarre spielen lernen.
Auch ein sehr lesenswerter Artikel zu diesem Thema:
http://www.sueddeutsche.de/,tt1m3/ausland/artikel/272/56216/
Kommentiert von: Gerhard | Donnerstag, 07. Juli 2005 at 11:44 Uhr